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Infobrief 2018

Im Oktober 2018 musste das Anti-Rassismus-Telefon von der Friedrich-Ebert-Str. in neue Räume in der Steubenstr. 49.

Das folgender Bericht deckt die Zeit vom Umzug bis Herbst 2018.

Inhaltsverzeichnis

Bericht über die Tätigkeiten des Anti-Rassimus-Telefons (ART)

(seit Oktober 2016 – Tag des Umzuges)

Der Umzug im Oktober 2016 war ein ziemlicher Kraftakt für alle Beteiligten. Bedingt durch die neuen Räumlichkeiten, den neuen Stadtteil und die Trennung von ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. kam es zu einem Rückgang der Fallzahlen. Es dauerte eine Weile, bis das ART wieder auf altem Niveau angekommen war, zumal strukturelle Probleme (zu wenige Aktive und Ehrenamt- liche, veralteter „Stamm“, geringe Außenwirkung) nicht spontan zu beseitigen waren und sind. Trotzdem versuchten wir Kontinuität zu bewahren, mit Erfolg, in diesem Jahr konnte die Wende geschafft werden.


Beratung

Leider kamen seit dem Umzug weniger Ratsuchende in die Räumlichkeiten des ARTs.

Auch die Zahl der telefonischen Beratungen ging zurück. Dies führen wir auf die Unbekanntheit im neuen Stadtteil und die räumliche Trennung von ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V. zurück. Zudem war das ehemalige Gemeinschaftsbüro in der Essener Innenstadt optimal gelegen und für jeden einfach zu erreichen.


Wirkung in der Gesellschaft

Damals wie heute ein Problem: Die örtliche Presse ignoriert Pressemitteilungen des Anti-Rassismus-Telefons. Schon die Pressemitteilung anlässlich des Umzuges wurde von der

lokalen Presse nicht behandelt, keine der Pressemitteilungen und Leserbriefe, die von uns seit dem Umzug formuliert wurden, wurde bis heute veröffentlicht.

Wir haben den Versuch unternommen, uns im neuen Stadtviertel zu etablieren und bekannt zu machen. So verteilten wir unter anderem Flugblätter in vielen Läden, Lokalen und Imbissen – leider war das Echo auf die Aktion verhalten.

1Im Jahr 2017 haben wir zwei Veranstaltungen im Rahmen unserer routinemäßigen „Aktiven- treffen“ durchgeführt. Beide Veranstaltungen wurden von dem Kriterium bestimmt, von Migranten und Migrantinnen zu lernen und näheres über die Heimatländer erfahren zu wollen. Es ging selbstverständlich nicht darum, fachmännische Berichterstattung zu ersetzen - wir wollten informieren und das Bewusstsein dafür schärfen, dass Flüchtlinge, die bei uns ankommen, "Experten“ ihrer jeweiligen Heimatländer sind. Sie haben dort gelebt und häufig gegen Missstände gekämpft. Leider werden sie in Deutschland oftmals zu „Experten“ für Rassismus noch dazu.

200px-Ga-map.pngIm Januar 2017, kurz nachdem es in Gambia zu einer politischer Krise gekommen war, berichtete eine Freundin aus Gambia über die aktuelle Lage im Land, die Auswirkungen der Krise auf die Gesellschaft und die eigene Familie, die noch in Gambia lebt.




Eine gute Freundin aus Ghana berichtete vor allem über den Rassismus den sie erlebt hatte und sprach sehr emotional über Fluchtwege die über das Mittelmeer führen.

Wir planen solche „Kleinveranstaltungen“ auch in der Zukunft durchzuführen.

Zu Beginn dieses Jahres haben wir im Integrationsrat der Stadt Essen die Broschüre "Handreiche für AD-Beratungsstellen - Rechtsschutz gegen Diskriminierung" vorgestellt. Sie wurde erstellt von einem unserer Netzwerk Partner, dem „Gleichbehandlungsbüro Aachen“. Ziel war hier, unter anderem, das Anti-Rassismus-Telefon in Essen „politisch“ bekannter zu machen.

Am 1. Mai 2017 und 2018 war das ART traditionell mit einem Informations- und Büchertisch auf der Kundgebung des DGB und bei dem internationalen Fest auf der Zeche Karl vertreten. Ehren- amtliche halfen tatkräftig mit und haben das „ART-Personal“ unterstützt.

Im Jahr 2018 haben wir unsere Tätigkeit mit zwei Veranstaltungen, die beide sehr erfolgreich waren, erweitert. Beide Veranstaltungen hatten als Schwerpunkt Themen, in denen das ART schon lange aktiv ist.

Filmvorführung von: „Das zweite Trauma“ - das ungesühnte Massaker von Sant‘Anna di Stazema“: Schon im Jahr 2005 hatten wir in Essen die Ausstellung „Partigiani“, die über den Widerstand gegen den Faschismus in Italien aufklärt. Dabei hatten wir Beziehungen zu ita- lienischen Orten und Personen, die bei der Erinnerungsarbeit unterstützen, geknüpft. Der Film war eine Gelegenheit, das Thema in Essen weiter zu behandeln. Diesmal stand in Vordergrund die mangelnde Ausarbeitung der Verbrechen durch die deutsche Justiz.

200px-Flyer_OuryJalloh24-4-2018.jpg Anlass der zweite Veranstaltung waren neue Entwicklungen im Fall Oury Jalloh, besonders ist hier die Petition „Mein Freund #OuryJalloh – Es war Mord!“ zu nennen. Weiter Informationen unter: https://www.change.org/p/mein-freund-ouryjalloh-es-war-mord-wir-fordern-l%C3%BCckenlose-aufkl%C3%A4rung

Wir konnten Freunde von Oury Jalloh und langfristige Unterstützer aus der Caravane in Wupper- tal für die Veranstaltung gewinnen. Diese Veranstaltung hat in Kooperation mit „Alibi“, einem linken Kulturverein, in deren Büro stattgefunden.

Am 22. Februar 2018 war in Essen der Skandal mit der „Essener Tafel“, der anschließend bun- desweit für Aufregung sorgte. Der Anlass: Die Essener Tafel verkündete einen Aufnahmestopp für „Ausländer“. Die unselige Verquickung von sozialen Problemen, aus denen die Tafeln ur- sprünglich entstanden waren, mit krassem Rassismus, haben wir in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen angeprangert. Die Demonstration „Essen nur für Deutsche“ haben wir unterstützt. Leider ist es uns nicht gelungen, die Sperre der hiesigen Presse durchzubrechen, Lesebriefe und Pressemitteilungen des Anti-Rassismus-Telefons wurden systematisch ignoriert.


Tätigkeit gegen Rechts

In enger Kooperation mit Essen-Stellt-Sich-Quer (ESSQ) ist es uns gelungen, unsere Tätigkeiten fortzuführen. Essen-Stellt-Sich-Quer ist zusammen mit dem Anti-Rassismus-Telefon umgezogen. Die Trennung von den Räumlichkeiten in der Friedrich-Ebert-Str. hatte für ESSQ

weniger Auswirkungen als für das ART, da sie die Räume vorwiegend als Sitzungsort nutzen. Die lange Serie der Demonstrationen der Rechtspopulisten, die sich „Essener gegen Politikwahnsinn„ genannt hatten, ging in etwa zeitgleich mit dem Termin des Umzuges zu Ende, was eine ziemliche Erleichterung für die Mitarbeiter des ARTs war. 200px-SuedostviertelARTc.JPG
Vor der Steelerstr. 121:
Sigfried Cussel
Am Gedenktag (9. Nov. 2017) haben Mitarbeiter und Ehrenamtliche traditionell an der „Putzaktion“ der Stolpersteine teilgenommen und so dazu beigetragen die Dokumentation in Essen zu sammeln und sie im Internet auszuwerten.


Weiter Informationen unter: http://www.antirassismus-telefon.de/index.php/Putzen2017


Vernetzung

Viele unserer Projekte wurden in Kooperation mit anderen Organisationen und Vereinen in Essen und NRW verwirklicht. Einer der wichtigste Partner in Essen ist Essen-stellt-Sich-Quer, sie treffen sich regelmäßig in unseren Räumen.

Wir sind vertreten in der „Initiative Essen-gegen-Abschiebung“ (sie hat ihre Tätigkeitsschwerpunkt in der Organisation von Widerstand gegen den geplanten Bau einer ZAB in Essen). Auch die oben erwähnte Kooperation mit „Alibi“, einem „linken Kulturverein“, der im wichtigen 3Stadtviertel Altenessen schon verankert ist, sehen wir sehr positiv. Durch diese Kooperation hatten wir unteranderem einen lokalen Bezug erreicht.

Nach wie vor sind wir im „Netzwerk ADBs für NRW“ und in der Stiftung „LORA“ (Leben ohne Rassismus) vertreten. Weitere Informationen unter: http://www.nrwgegendiskriminierung.de/de/

Unser Büro steht nach wie vor für Gruppen und Initiativen aus Essen und Umgebung offen, die Räume können als Sitzungsräume genutzt werden. Beispielsweise treffen sich ESSQ, der „Essener Rosa-Luxemburg Club“ der Koordinierungskreis von „Essen gegen Abschiebung“ und das Bündnis „NRW gegen Abschiebung“ in unseren Räumen. Mehrfach wurde das Büro und der Telefonkontakt bei Demonstrationen für die Organisation und Durchführung eines Ermittlungsausschusses genutzt.


Digitales

Unter www.antirassismus-telefon.de wird weiterhin ein umfangreicher Veranstaltungskalender für Essen geführt. Interessierte können sich dort über Aktuelles und Geschehenes informieren. Ebenso werden aktuelle Themen und Veranstaltungen auf den eigenen Webseiten angesprochen.

Seit Oktober 2013 werden alle lokalen Zeitungsartikel zum Thema, meist tagesaktuell, elektronisch online archiviert. Im Laufe der Zeit ist so ein umfangreiches Archiv von ca. 8000 Zeitungsartikeln entstanden.


Wir sind umgezogen: von der Friedrich-Ebert-Str. zur Steubenstr.49, 45138 Essen
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