Aus Anti-Rassismus-Telefon
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WAZ / Essen,Samstag, 19.03.2005
Bürger marschieren gegen Rechts
ProAsyl/Flüchtlingsrat und Anti-Rassismus-Telefon organisieren Solidaritäts-Lauf
Mehr als 130 Essener wollten ein Zeichen setzen gegen Ausländerfeindlichkeit und zogen in einer Kundgebung zum Asylbewerberheim Wüstenhöferstraße. In der Nacht zum Dienstag war auf das Haus in Altendorf ein Brandanschlag verübt worden. Eine Veranstaltung im Spannungsfeld zwischen besonnenem Friedensmarsch und hitziger Antifa-Demo - vorneweg die Veranstalter vom Anti-Rassismus-Telefon und ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen sowie eine Abordnung der PDS, gefolgt von einer großen Gruppe Jugendlicher der Antifa-Szene, ausgerüstet mit Plakaten und noch mehr Parolen. Und am Schlangenschwanz: die weiße Taube der Friedensbewegung. Ruhig, zurückhaltend - aber bestimmt. Unter ihnen Yomi S. Seit 30 Jahren lebt der gebürtige Nigerianer in Essen. "Deutschland ist kein fremdenfreundliches Land", sagt er. "Unterschwellig" erlebe er die alltägliche Diskriminierung. Auch dagegen, nicht nur gegen den Anschlag mit einem Molotow-Cocktail auf das Heim, will Mitveranstalter Rainer Sonntag aufstehen. "Wir zeigen unsere Solidarität mit den Bewohnern und treten gegen jede Diskriminierung ein", erläutert der Vertreter des Anti-Rassismus Telefons. Mobilisiert hat das Team dafür auch verschiedene Pfarrer evangelischer Gemeinden und Altendorfer Bewohner. Mitveranstalter Bernd Brack: "Die Bürger sind gefordert." |
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