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Probleme beim Einlass in Diskos und Fitnessclubs.

Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere jungen Menschen, wird oft der Einlass in Discos und Fitnessclubs mit fadenscheiniger Begründung verwehrt.

Das Anti-Rassismus-Telefon wurde schon oft mit solchen Fällen konfrontiert.
Wir finden es gut, dass die Presse auch auf solche Probleme aufmerksam macht.


Inhaltsverzeichnis

08.04.2013, Kommentar: "Freche Türsteher" / "Boykott-Haltung"

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waz / Essen, Rubrik Leserbriefe,Montag, 08.04.2013

Kommentar: "Freche Türsteher" / "Boykott-Haltung"


Freche Türsteher

Disco-Einlass. Auch wir hatten einmal einen "Vorfall" mit Türstehern in einer Essener Disco: Wir wollten mit einem indischen Mitbürger die Lokalität betreten, als der Türsteher uns vier deutsche junge Leute ansprach: nicht den Inder. Der Kommentar des Personals war kurz und knapp: "Ihr könnt vorbei, aber sowas kommt hier nicht rein!" Zur Info: der Inder ist Geistlicher, war eingesetzt als (Jugend-)Kaplan und war neugierig, wie wir in Deutschland unsere Freizeit verbringen. Er machte keinen gewalttätigen Eindruck, war nicht betrunken, hat sich unauffällig verhalten. Ich denke er hat seine Erfahrung mit der deutschen "Disco-Kultur" gemacht.
Michael Keutner," Essen


Boykott-Haltung

Disko-Einlass. Ich kann nur hoffen, dass die Freunde all derer, die von den Türstehern so dreist abgefertigt werden, die Läden demnächst einfach boykottieren und sich Kneipen und Discos suchen, in denen sie als Gruppe willkommen sind. Anders werden sie nie lernen, dass man Menschen ohne Ansehen von Herkunft und Religion mit dem gebührenden Respekt behandeln muss.

Thorsten Lessing, Essen

05.04.2013, "Bin sogar katholisch"

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waz / Essen,Freitag, 05.04.2013

"Bin sogar katholisch"

Vermintes Gelände auch im Fitness-Club: Deutsch-Iraker wurde nicht aufgenommen


Hussam Kado kann eigentlich nicht so schnell etwas aus der Ruhe bringen. Doch jetzt hat der Zwölftklässler, der vor 13 Jahren mit seiner Familie aus Bagdad nach Essen kam, die Nase voll. "Seit drei Monaten warte ich darauf in einem Fitness-Club aufgenommen zu werden. Ohne Erfolg.

Immer wieder wurde der 19-jährige mit fadenscheinigen Ausreden vertröstet, nie war ein Verantwortlicher für ihn zu sprechen. Auch für die WAZ gab es keine Stellungnahme. "Das hat System", ist er überzeugt, "Die nehmen mich nicht, weil ich einen ausländischen Namen habe und auch so aussehe." Denn seine beiden "deutschen" Freunde wurden ohne Probleme und Verzögerung aufgenommen. Jetzt hat der Schüler der Gesamtschule Süd seine Anmeldung zurückgezogen: "Ich bin mir sicher, genau das hat der Betreiber mit dieser Hinhaltetaktik bezweckt." In Internetforen fand er Gleichgesinnte: Massenweise berichten dort Menschen mit Migrationshintergrund, dass sie in der Fitness-Kette, die deutschlandweit Filialen betreibt, keinen Einlass fanden. "Ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit, bin sogar katholisch und sicherlich kein Schläger und werde trotzdem ausgegrenzt. Das finde ich beschämend."     vee
Bildunterschrift:
Schüler Hussam Kado (l) mit Freund Rouven Nassau

05.04.2013, Kommentar. "Nicht willkommen"

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waz / Essen, Rubrik Kommentar,Freitag, 05.04.2013

Kommentar. "Nicht willkommen"


von Vera Eckardt

Dass Betreiber von Discotheken oder Fitness-Clubs das Recht haben, sich ihre Gäste, ihre Klientel, selbst auszusuchen, ist unbestritten. Aber wenn grundsätzlich Menschen mit offensichtlich ausländischen Wurzeln keinen Einlass finden, Behinderte ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden, dann ist das diskriminierend und rassistisch.

Erstaunlich ist, dass die Praktiken dieser sogenannten "Sicherheitsleute", ihre verbalen Ausfälle und Beleidigungen, schon lange in der Szene bekannt sind und von den meisten Erwachsenen einfach hingenommen werden. Ein solidarischer Boykott, ein Aufruf in Facebook (in unserer total vernetzten Welt eine leichte Übung) wäre vielleicht mal eine Maßnahme, die die Verantwortlichen zum Nachdenken zwingen würde. Denn die leugnen hartnäckig alle Vorwürfe, bezeichnen Zeugen schlichtweg als Lügner. Die Geschäftsführung der Fittness-Club-Kette agiert dagegen viel subtiler: Um unerwünschte "Ausländer" nicht aufnehmen zu müssen, werden sie einfach so lange hingehalten, bis sie irgendwann zermürbt aufgeben. Über die Gründe braucht man da gar nicht zu spekulieren.

Doch wie empfinden wohl junge Menschen mit Migrationshintergrund diese Form der Ausgrenzung in unserer Gesellschaft? Ihr seid deutsch genug, seht anders aus, gehört nicht hierhin - dass solch ein Verhalten und solche Aussagen die Betroffenen nicht nur resignieren lässt, sondern viele auch richtig wütend machen kann, ist nachvollziehbar.
Steubenstr. 49, 45138 Essen
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