| Erinnerungsarbeit ist unverzichtbar. Die deutsche Geschichte zeigt auf, wie rassistische Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit die ersten Schritte waren, die zur unvorstellbaren Katastrophe führten. An ihr kann abgelesen werden, welche Entwicklungen und Bedingungen schon im Vorfeld zu einer rassistischen Gesellschaft führen können.
Das Anti-Rassismus-Telefon hält die Gedenkarbeit für sehr wichtig und
unterstützt sie daher nach Kräften.
Die jährlichen Gedenktage werden in Essen von verschiedenen Organisationen begangen. Der Runde Tisch für Menschenrechte (= Essen stellt sich quer http://www.essen-stellt-sich-quer.de) bemüht sich um Koordination und Bekanntmachung, führt aber häufig auch eigene Veranstaltungen durch.
Die Verlegung der vielen Stolpersteine
http://www.hv-essen.de/cms/stolpersteine.html im Stadtgebiet werden
vom Historischen Verein Essen organisiert.
In einem Sonderprojekt beschäftigt sich das Anti-Rassismus-Telefon auch mit deutschen Kriegsverbrechen in Italien (Siehe dazu unseren gesonderten Menupunkt Nazi-Kriegsverbrechen).
Eine wichtige Unterstützung dieser Arbeit stellten bis jetzt immer die
Zeitzeugen.
Aber die, die die Nazizeit erlebt haben und aktiv ihre Erfahrungen uns Jüngeren nahe bringen konnten, sterben nach und nach aus.
Am 16.12.2009 hat Essen einen großen Verlust erlebt: Ernst Schmidt ist gestorben.
Wenige vermochten wie er ihre Erlebnisse aktiv gegen die mögliche Wiederholung des Grauens einzusetzen.
Dass diese Generation leider ausstirbt, ist ein Naturgesetz. Jetzt ist es die Aufgabe
der Jüngeren, die Erinnerungsarbeit nach den Gegebenheiten zu gestalten.
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