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Essen, den 28.07.2003.
Presseerklärung
Gewalt gegen Ausländer ist keine "Sachbeschädigung"
Über die Ereignisse vom 10 August 2002 war in der Presse berichtet worden (WAZ vom 7.9.02 ): ein Vater und seine zwei Töchter wurden von Nachbarn, die sich vor ihrer Wohnung in der Zinkstrasse versammelt hatten, terrorisiert. Einer der Rowdys versuchte die Wohnungstür einzutreten. Andere warfen Bierflaschen gegen das Fenster. Die Familie musste Hals über Kopf eine neue Wohnung beziehen - gefunden durch Vermittlung von Bürgerrechtlern und Kirchengemeinden. Die erste Anklage gegen drei pöbelnde Nachbarn lautete nur auf Sachbeschädigung bzw. Beleidigung. Aber sofort am Anfang der Verhandlung wurde durch die Aussage des Familienvaters und von anderen Zeugen klar, dass, wenn eine Familie vor Angst in ihrer Wohnung zittern muss, während Nachbarn der Gewalt applaudieren, es um wesentlich mehr geht. So wurde die Verhandlung letztlich auf den 25.07.03 Amtsgericht Essen verschoben, und jetzt sind die drei Beschuldigten wegen Landfriedensbruch zu empfindlichen Strafen (halbes Jahr Freiheitsentzug ausgesetzt auf 4 Jahre Bewährung) verurteilt worden. Wir hoffen, dass damit auch eine Lehre verbunden ist für die Menschen, die verabscheungswurdige Angriffe auf Ausländer ausüben oder dulden, und dass solche Ereignisse sich nicht mehr wiederholen. Der Familie wünschen wir in Zukunft einen friedlichen Aufenthalt in unserer Stadt. Mit freundlichen Grüßen i.A. Gabriella Guidi | ||||
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