Aus Anti-Rassismus-Telefon

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03
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-30.03.:Flugi Afrikaner
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Hinweis Teilartikel
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Flugblatt
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-30.03.:Asyl-Kundgebung
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-30.03.:Unterschriftenliste
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-30.03.:PM Legalisierung
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-30.03.:NRZ Kirchen-Aktion
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-29.03.:Kirchen-Aktion
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-19.03.:NRZ: Leserbrief
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-12.03.:NRZ: Prozess geplatzt
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-12.03.:WAZ: Nazi-Spruch
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-11.03.:PM: Gespenster
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Flugblatt A4, 6-seitig gefaltet

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Asyl ist Menschenrecht
Legalisierung ist Menschenrecht

erstellt von:

  • Asyl-Dialog


Mitaufrufer:

  • Anti-Rassismus-Telefon
  • ProAsyl Essen


Verteilt:

  • Kirchenbesucher Trinitas-Kirche in Altenessen
  • Passanten während der Demonstration am 30.03.2002 in Altenessen
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Asyl ist Menschenrecht

Asyl-Dialog

Afrikanischer Verband zur Integration und Verteidigung der Rechte von Asylanten

Anti-Rassismus-Telefon


ProAyl Flüchtlingsrat Essen


c.o. Maxstr. 11(*)
v.i.S.d.P.: Toniy Etchrivi

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  • Wir wünschen, endlich sicher im Land bleiben zu können und ohne Angst unsere Zukunft planen zu können.
  • Wir wollen gleichberechtigt mit den Deutschen zusammen arbeiten und leben dürfen.
  • Asyl ist Menschenrecht!
  • Für die Legalisierung aller Asylbewerber!
  • Wir wollen uns gemeinsam für eine friedliche Gesellschaft einsetzen, in der kulturelle Vielfalt allen nützt.
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Zu Ostern 2002 wollen wir in Altenessen auf unsere Probleme aufmerksam machen.

Am Karfreitag bringen wir uns in der evangelischen Kirche Basunestraße gestalterisch mit in den Gottesdienst ein. Am folgenden Samstag wollen wir einen Protestmarsch vom Karlsplatz bis zum Einkaufszentrum durchführen. Besonders im Altenessener Zentrum wollen wir viele Menschen erreichen.

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Wir Flüchtlinge mussten aus unseren Heimatländern fliehen und sind nach Deutschland gekommen, weil wir hofften, hier vor weiterer politischer Verfolgung geschützt zu sein. Viele von uns sind schon seit Jahren hier und haben sich eingelebt. Leider dürfen die meisten von uns immer noch nicht damit rechnen, in Deutschland zu bleiben. Einige, die schon jegliche Chance auf legalem Aufenthalt verloren haben, können dennoch nicht in ihre Länder zurück und bleiben hier; sie sind "illegal".

Viele besondere Gesetze sorgen dafür, dass wir wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Auch deshalb gibt es viele Vorurteile gegen uns. So werden wir z. B. oft als Bettler angesehen und verspottet.

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  • Wir werden kaserniert!
In den Flüchtlingswohnheimen sind die Zimmer oft nur 12 bis 16 qm gross. Dort müssen wir mit 6 bis 8 Leuten, mit all unseren Kleidern, Kochgeschirr, Büchern... irgendwie zusammenleben. Einige werden krank davon.
  • Wir dürfen uns nicht frei bewegen!
Wir dürfen den Regierungsbezirk Düsseldorf nicht verlassen. Nur ein paar Schritte weiter - wie Bochum und Gelsenkirchen - ist für uns oft verbotenes Gebiet. Wir können unsere Freunde und Verwandte in Deutschland nicht besuchen, wenn die Behörden sie zu weit entfernte Orte in ganz Deutschland verteilt haben.
  • Wir dürfen nicht jede Arbeit annehmen!
Zum Teil dürfen wir gar nicht arbeiten. Die anderen brauchen eine spezielle "Arbeitserlaubnis". Aber selbst einfachste Tätigkeiten (z.B. Raumpfleger, Bauhilfsarbeiter, Gartenarbeiter) sind für uns verboten.
  • Wie sollen wir uns denn integrieren?
Ständig wird im Fernsehen an uns appelliert, uns zu integrieren. Das ist wirklich schwer wenn wir abgetrennt in Lagern leben müssen, wenn wir kaum arbeiten dürfen und uns weniger als die Sozialhilfe zusteht.
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  • Wir müssen ständig vor Gericht!
Wer hier bleiben will, muss endlos lange vor Gericht darum kämpfen. Dort werden wir behandelt wie unerwünschte Bettler, die man schnellsten rauswerfen will. Die Richter wollen oft nicht verstehen warum wir geflohen sind und nehmen uns nicht ernst. Wir können mit Berichten aus der Presse und dem Fernsehen die Verfolgung in unserer alten Heimat beweisen. Aber nur ein kleiner Zweifel reicht ihnen, uns abzulehnen.
  • Wir werden täglich beleidigt!
Wir werden laufend als "NEGER" bezeichnet, dabei ist das Schwarzsein für uns eigentlich ein Grund zum Stolz. Unsere Kinder werden in der Schule so beschimpft. Aber es kann auch passieren, dass einem auf der Straße unbekannte Menschen entgegenkommen oder aus dem Auto heraus plötzlich "NEGER" zurufen. Daran muss man sich gewöhnen. Auch an die Angst, jederzeit von Nazis angegriffen zu werden. Unser Schicksal ähnelt dem eines toten Blattes, das alle Winde mißhandeln. Wir afrikanische Asylbewerber sind offensichtlich dazu verurteilt, alle Demütigung der Erde über uns hergehen zu lassen.
Wir sind umgezogen: von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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