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Immer mehr Rätsel in Gericht,

August 2011:
Vor kurzer Zeit hat Gabriele Heinecke, Anwältin der Nebenkläger (Familie der Opfer) in einem Interview über den Stand des Prozesses berichtet. Ihrer Meinung nach sind die Beweise dafür, dass der Angeklagte Polizist die Rettung verzögert hat und somit den Tod von Oury Jalloh auf jedem Fall mit verursacht, eindeutig. Der Angeklagte könnte schon verurteilt werden.

Aber es häufen sich die Indizien, die fragen lassen, wie dieses Feuer wohl entstanden sein kann. Die Version, von der die Staatsanwaltschaft noch ausgeht, nämlich, dass Oury Jalloh das Feuer selbst gelegt haben soll, wird mehr und mehr hinter fragt: Hier z.B. im Radiobericht vom 30.07.2011 (19 Minuten, als mp3 oder stream) von Radio Corax aus Halle.

An einem der letzten Prozesstage vor dem Landgericht Magdeburg konnte man in einem Video, das in der Zelle, wo Oury Jalloh verbrannt ist, unmittelbar nach dem Vorfall aufgenommen wurde, kein Feuerzeug vor Ort sehen. Ein Feuerzeug ist aber mit drei Tagen Verspätung im Brandschutt, der für die Untersuchung aus der Zelle angesammelt worden war, gefunden worden. Nach der Theorie, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet haben sollte, sollte dies Feuerzeug ihm als Instrument dafür gedient haben, und dessen späte Auffindung ist ein der großen Rätseln in diesem Prozess.

Die Belastungen, denen die Freunde von Oury Jalloh beim Verfolgen dieses Verfahrens unterworfen sind, sind groß. Gelegentliche Unmutsäusserungen können sie nicht immer unterdrücken. Die Härte, mit der auf diese Äußerungen des Schmerzes reagiert wurde ist für uns schwer zu verstehen . Wir verweisen auf die Presseerklärung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. und der ARI Berlin.

 

PRESSEERKLÄRUNG

Polizeiübergriffe am 11.08.2011 beim Prozess um die Ermordung von Oury Jalloh in Magdeburg

Während des heutigen Prozesstages vor dem Landgericht Magdeburg wegen der Ermordung von Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam am 07.01.2005 kam es zu einem unnötigen und gewaltsamen Einsatz der Magdeburger Polizei.

Bei der Vorführung von Brandversuchsvideos äußerten spontan einige von der Vorführung emotional betroffene ZuschauerInnen und ProzessbeobachterInnen ihren Unmut. Die vorsitzende Richterin versuchte, die Personalien der Anwesenden durch Justizbedienstete feststellen zu lassen. Zur Durchsetzung wurden Beamte der Magdeburger Polizei eingesetzt, die mit unnötiger Aggression und Härte unter anderem gegen den Prozeßbeobachter Mouctar Bah vorgingen.

Gerade angesichts der vor Gericht verhandelten Polizeigewalt protestieren wir aufs Schärfste gegen diese erneuten Übergriffe auf langjährige Prozeßbeobachter. Sie reihen sich ein in die schon bekannten Schikanen und polizeilichen Repressionen gegen Mouctar Bah, den Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille der internationalen Liga für Menschrenrechte 2009 und andere Freunde des ermordeten Oury Jalloh.

Die Antirassistische Inititative Berlin fordert die Sachsen-Anhaltinische Justiz und Polizei dazu auf , diese unnötigen Eskalationen zu unterlassen. Wir fordern Polizei und Justiz in Sachsen-Anhalt dazu auf, stattdessen vergleichbares Engagement bei der Verfolgung des Mordes an Oury Jalloh zu zeigen.

Berlin, 11.08.2011
Antirassitische Initiative Berlin e.V.

Informationen zu Mouctar Bah:
http://www.l-iz.de/Leben/Gesellschaft/2010/11/Kampf-gegen-Rassismus-Mouc...

Informationen zum Oury Jalloh Prozeß:
http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

ARI Berlin - Antirassitische Initiative e.V.
Colbestraße 19 10247 Berlin
Tel.+49 (0)30 / 785 72 81
Fax+49 (0)30 / 786 99 84
e-mail:mail@ari-berlin.org
Internet:www.ari-berlin.org


Die Presseerklärung erreichte uns über ein Mail von The Voice Refugee Forum

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