Aus Anti-Rassismus-Telefon

nach unten Hauptseite LogoArtKlein.gif Wir helfen! Wer sind wir?
E-Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png
1ordnerZu.gif
Anti-Rassismus-Telefon »
1ordnerZu.gif
ZAB in Essen
1ordnerZu.gif
Flüchtlinge in Essen »
1ordnerZu.gif
Lokale Arbeit »
1ordnerZu.gif
Gedenken »
1ordnerZu.gif
"Das Boot ist voll" »
1ordnerZu.gif
Islamfeindlichkeit »
1ordnerAuf.gif
Oury Jalloh »
11ordnerZu.gif
Break the SilencE
11ordnerZu.gif
Rätsel in Gericht
11ordnerZu.gif
Neue Öffentlichkeit 2017
11ordnerAuf.gif
Noch Einstellung 2018
1ordnerZu.gif
Nazi-Kriegsverbrechen »
1ordnerZu.gif
Seitenübersicht

OuryJalloh – Vertuschung geht weiter

29. Nov. 2018: Die Generalstaatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt hat beschlossen, dass es keine neuen Ermittlungen zum Feuertod von Oury Jalloh. geben wird.

Weder die Petition, die bis heute mehr als 136 000 Personen unterstützt haben, noch die Gutachten, teilweise nur duch den persönlichen Einsatz von Freunden und Unterstützer beigebracht, scheinen ausreichend zu sein. Mouctar Bah, der Freund von Oury, schreibt: "Diese Nachricht ist ein Skandal und blanker Hohn für die Familie von Oury Jalloh und mich"

S. auch https://www.facebook.com/Change.orgDeutschland/videos/2213653382089409/

Die Petition gegen die Einstellung des Verfahrens kann noch unterstützt werden.

Und ihr könnt durch Spenden unterstützen:

  • Ihr könnt über Betterplace spenden
  • Oder direkt auf das Spendenkonto der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE22 1002 0500 0001 2336 01


Inhaltsverzeichnis

29-11-2018: Neuigkeit zur Petition - OuryJalloh – Vertuschung geht weiter!

 
OuryJalloh – Vertuschung geht weiter


Mouctar bah - Dessau, Deutschland

29. Nov. 2018

Liebe Unterstützer*innen,

diese Nachricht ist ein Skandal und blanker Hohn für die Familie von Oury Jalloh und mich: Die Generalstaatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt hat beschlossen, dass es keine neuen Ermittlungen zum Feuertod meines Freundes Oury geben wird.

Die Einstellung des Verfahrens ist für uns leider keine Überraschung, aber angesichts der vorliegenden Beweislast absolut nicht nachvollziehbar.

Ich werde nicht müde, gegen die fortgeführte Vertuschung zu protestieren. Bitte teile unsere Videobotschaft auf Facebook oder Twitter. Durch Deine Hilfe erfahren mehr Menschen von der Petition.

Über 135.000 setzen sich für Aufklärung Gerechtigkeit ein, jeden Tag kommen mehr Menschen dazu: change.org/ouryjalloh

Seit dem Gutachten zum manipulierten Feuerzeug 2012 vor dem Landgericht Magdeburg und spätestens seit dem unabhängigen Brandgutachten, das wir 2013 vorgestellt haben steht fest, dass Oury Jalloh sich nicht selbst angezündet haben kann.

Aus juristischer Sicht ist es auch unter dem Aspekt nicht nachvollziehbar, dass die Anwältinnen von Ourys Familie lediglich unvollständige Akteneinsicht erhalten hatten und somit auch nur unvollständige Beschwerdebegründung einreichen konnten. Dazu gab es entsprechende Anträge, welchen die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg nicht nachgekommen ist.

Die Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg vom heutigen Tage bestätigt uns darin, dass staatlich unabhängige Ermittlungen dringend notwendig sind und wir deshalb bereits im Januar 2018 die Internationale Unabhängige Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh gegründet haben.

Bitte unterstütze auch die Arbeit der unabhängigen Kommission durch einen kleinen Beitrag: Jetzt Spenden

Oury war mein Freund. Ich kann diese Tat nicht vergessen.

Danke

Mouctar Ouldadah Bah

Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh bleiben eingestellt.

 

500px-UriJallohHeadLogo.gif

ERMITTLUNG ZUM TOD VON OURY JALLOH BLEIBEN EINGESTELLT!!

Von der Initiative Oury Jalloh

Veröffentlicht am Donnerstag, 29. November 2018

KURZE STELLUNGNAME DER INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH ZUR EINSTELLUNG DES VERFAHRENS DURCH DIE GENERALSTAATSANWALTSCHAFT NAUMBURG (29.11.2018):

Die Einstellung des Verfahrens zum Tod von Oury Jalloh durch die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg ist leider keine Überraschung, aber angesichts der vorliegenden Beweislast absolut nicht nachvollziehbar.

Seit dem Gutachten zum manipulierten Feuerzeug 2012 vor dem Landgericht Magdeburg und spätestens seit dem unabhängigen Brandgutachten, das wir 2013 vorgestellt haben steht fest, dass Oury Jalloh sich nicht selbst angezündet haben kann.

Aus juristischer Sicht ist es auch unter dem Aspekt nicht nachvollziehbar, dass die Anwältinnen der Familie lediglich unvollständige Akteneinsicht erhalten hatten und somit auch nur unvollständige Beschwerdebegründung einreichen konnten. Dazu gab es entsprechende Anträge, welchen die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg nicht nachgekommen ist.

Die Pressemitteilung* der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg vom heutigen Tage bestätigt uns darin, dass staatlich unabhängige Ermittlungen dringend notwendig sind und wir deshalb bereits im Januar 2018 die Internationale Unabhängige Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh gegründet haben.


———————————————–

Naumburg, den 29. November 2018 – Generalstaatsanwaltschaft –

  • Pressemitteilung Nr. 002/2018

Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad:

„Das Ermittlungsverfahren wegen des Todes von Ouri Jallow bleibt eingestellt.“

Mit Verfügung vom heutigen Tage hat der Generalstaatsanwalt des Landes Sachsen-Anhalt über die Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen des Todes von Ouri Jallow befunden. Er hat die Beschwerde der Hinterbliebenen des Ouri Jallow gegen die Verfahrenseinstellung der Staatsanwaltschaft Halle vom 12. Oktober 2017 als unbegründet zurückgewiesen. Denn ein Tatverdacht gegen benannte oder unbenannte Polizeibeamte des Polizeireviers Dessau oder gegen sonstige Dritte besteht nicht .

Die Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft haben unter Auswertung sämtlicher Verfahrensakten einen umfangreichen Prüfbericht zu den Vorkommnissen vom 7. Januar 2005 in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau erstellt. Eine anonymisierte Fassung dieses Berichts kann Medienvertretern auf Nachfrage jederzeit elektronisch zur Verfügung gestellt werden.

Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad:

„Im Ergebnis der Prüfung haben sich keine beweisbaren Anhaltspunkte ergeben, die eine Entzündung der Matratze durch Ouri Jallow ausschließen können und eine Entzündung durch Polizeibeamte oder durch Dritte belegen. Er ist an den Folgen eines inhalativen Hitzeschocks verstorben, den er – zumindest nicht widerlegbar – selbst herbeigeführt hat.

Beweistatsachen für eine Fremdtötung des Ouri Jallow oder gar für ein Mordkomplott sind nicht vorhanden. Es mangelt sowohl an einem Motiv als auch an der zeitlichen Gelegenheit dafür. Bei der These `Ouri Jallow das war Mord´ handelt es sich um eine rein spekulative Mutmaßung, die nicht geeignet ist, einen Tatverdacht im Sinne der §§ 170 Absatz 1, 203 StPO zu begründen und deren Richtigkeit nicht angenommen werden kann.

Dem hier erstellten Prüfbericht ist vielmehr zu entnehmen, dass – bei der Gesamtschau aller bislang eingeholter Gutachten (auch dem von hier aus zusätzlich eingeholten Gutachten des Büros für Brandschutz / Bergisch Gladbach vom 7. Juli 2018) und unter Würdigung von mehr als 120 Zeugenaussagen – eine eigenhändige Entzündung der Matratze durch Ouri Jallow nicht ausgeschlossen werden kann. Zu demselben Ergebnis war bereits das Landgericht Magdeburg im rechtskräftigen Urteil vom 13. Dezember 2012 gelangt.

Ein auf Tatsachen – und nicht nur auf Vermutungen – basierender Beweis für ein aktives Handeln Dritter, welches kausal zum Tode des Ouri Jallow geführt haben könnte, existiert nicht. Ebenso ist die Unterstellung eines `institutionellen Rassismus´ aus der Luft gegriffen. Irgendgeartete Hinweise darauf, Ouri Jallow könnte aus rassistischen Gründen getötet worden sein, liegen evident nicht vor.

Schließlich existieren auch keine genügenden Beweisanzeichen dafür, dass Dessauer Polizeibeamte an zwei weiteren Todesfällen, die sich in den Jahren 1997 und 2002 vor bzw. im Revier ereignet hatten, in irgendeiner Art und Weise ursächlich beteiligt waren.“

Pressestelle Generalstaatsanwaltschaft Naumburg Theaterplatz 6, 06618 Naumburg, Tel. 03445-281732 Web: www.gensta.sachsen-anhalt.de [1] Mail: presse.gensta@justiz.sachsen-anhalt.de


Steubenstr. 49, 45138 Essen
. nach oben Hauptseite Wir helfen! E-Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png