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9. Nov. 2016: Stolpersteine gegen das Vergessen

Stolpersteinaktionen.JPG

Im Gedenken an die Pogromnacht hatten verschiedene Organisationen dazu aufgerufen, am 9. November 2016 Essener Stolpersteine(*) zu reinigen und so ein Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome und an die Opfer des Holocaust zu setzen.

Hier dokumentieren wir haben einige bebilderte Rückmeldungen.

Es wurde der Wunsch geäußert, eine Patenschaft für das Säubern von Steinen zu übernehmen. Wir empfehlen, für "Putzpatenschschaften" und Spenden den Historischen Verein Essen direkt zu anzusprechen stolpersteine.essen<a>gmail.comPost_icon.png. Oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir unterstützen sie gerne.


(*)"Stolpersteine" sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig . Es handelt sich dabei um kleine Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische ebenerdig verlegte Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern. Auf der Oberseite befindet sich eine individuell beschriftete Messingplatte. Die Steine werden in der Regel vor den letzten Wohnhäusern der NS-Opfer im Pflaster des öffentlichen Gehweges eingelassen.


Inhaltsverzeichnis

Flugblatt-Aufruf Stolpersteine gegen das Vergessen

100px-C_Flyer_Stolpersteine_2016.jpg
Flugblatt
PDFicon.gif (628.5 KB)

Reichspogromnacht 9. November 1938

Stolpersteine gegen das Vergessen


Vor 78 Jahren am 9. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslagern gebracht. In dieser Nacht wurden auch jüdische Menschen ermordet. Es war der Anfang der „Endlösung der Judenfrage“ und endete in den Gas- kammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern in einem unvorstellbaren industriell organisierten Mord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden und 500 000 Sinti und Roma,

Mit den Stolpersteinen, dem Kunstprojekt von Gunter Demnig, wird in vielen Städten Deutschlands und Europa an das Schicksal der von den Nazis ermordeten Menschen erinnert. Sie geben Opfern wieder einen Namen. Auch in Essen sind an vielen Orten Stolpersteine verlegt worden, in die Namen der Diskriminierten, Deportierten und Ermordeten eingraviert sind.

Wir wenden uns an Essener Bürgerinnen und Bürger, an Schülerinnen und Schüler, im Gedenken an die Pogromnacht am Mittwoch, dem 9. November 2016 die in der Nähe Ihrer Wohnung, Ihrer Schule oder Ihrer Arbeitsstätte verlegten Stolpersteine zu putzen, sie mit Blumen und Kerzen zu schmücken.
Auch an den Mahn- und Gedenktafeln an Orten des Verbrechens und der Opfer des Faschismus in Essen können Sie Blumen niederlegen, Kerzen anzünden. als Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome, an die Opfer des Holocaust.

Wir erinnern auch daran, dass hunderttausenden Menschen die Flucht aus Deutschland gelang, weil ihnen in vielen Ländern der Welt Asyl gewährt wurde. Nur so konnten sie überleben. Angesichts unserer Geschichte trägt unser Land heute eine besondere Verantwortung im Umgang mit Asylsuchenden und in der Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rassismus.

Die Liste der Stolpersteine nach Stadtteilen sortiert finden Sie bei „Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.“
www.hv-essen.de -> Projekte -> Stolpersteine. Dort gibt es eine Liste nach Stadtteilen sortiert.
Teilen Sie bitte mit, welche Stolpersteine Sie übernehmen wollen : Anti-Rassismus-Telefon 0201/ 23 20 60 (Damit es keine Doppel-Aktionen gibt.)
Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png
Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Fotos und einigen Zeilen Ihre Aktion dokumentieren und an die E-Mail-Adresse artessen<a>gmx.dePost_icon.png senden.

C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild1.jpg

Empfehlung: Putzen mit Essigwasser und einem schon benutzten Schwamm oder mit handelsüblichem Putzmittel für Metalle und einem weichen Tuch, auf keinen Fall Drahtbürste verwenden

Teilen Sie uns bitte mit, welche Stolpersteine Sie reinigen wollen: Anti-Rassismus-Telefon 0201/ 23 20 60 E-Mail: artessen<a>gmx.dePost_icon.png


C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild2.png

C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild3.jpg

Zu dieser Aktion rufen auf:
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA Essen, Anti-Rassismus-Telefon, Essen steht AUF, Pax Christi Diözesanverband Essen, Jusos Essen, Bürgerini. „Stolpersteine in Essen-Süd“, DKP Essen, Essener Friedensforum, Die Linke KV Essen, SJD-Die Falken Essen, SPD UB Essen, Alte Synagoge Essen - Haus jüdischer Kultur, Pro Asyl Essen, Sago-Künstlerduo, DGB-Jugend MEO, Bündnis 90 - Die Grünen KV Essen, Unperfekthaus, GEW Essen, Chor „Stimmen gegen Rechts“, Kray ist bunt, Deutsche Friedengesellschaft – DFG/VK Essen, SDAJ Essen, Kulturzentrum Zeche Carl, Bündnis Essen stellt sich quer


Aktionen in Steele

200px-Steele2016StolpersteinC.JPG
Steine für Albert Lieblich
und Sabine Lieblich
geb.Strauss,Grendtor 14
200px-Steele2016StolpersteinD.jpg
Steine für Arnold Kleefeld
und Ida Helene Kleefeld
geb.Ruf, Dreiringstr. 18
Mehr als zehn Personen beteiligten sich in Steele an der Initiative der DKP-Wohngebietsgruppe.

Darunter waren Mitglieder des Chor gegen Rechts und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)

200px-Steele2016StolpersteinA.JPG
Stolpersteinreinigung
in Steele

200px-Steele2016StolpersteinB.JPG
Steele, Hansastr
Sehr positiv wurde die Aktion bei den Passanten aufgenommen. Besonders junge Menschen interessierten sich und nutzten die Gelegenheit um sich über die Stolpersteine und die dargestellten Einzelschicksale zu informieren.

Insgesamt sind an ca. zehn verschiendene Stellen die Stolpersteine gereinigt werden.

Dabei traf man auch auf bereits von Nachbarn gereinigte Stolpersteine. Teilweise waren dort auch weitere Informationen (schriftlichen Hinweisen und Auszügen aus dem Steeler Buch zu den Stolpersteinen) ausgestellt..

Die gemeinsame Aktion fand ihren Abschluss am Platz der ehemaligen Steeler Synagoge.

Die Teilnehmer beschlossen, im folgenden Jahr 2017 diese Aktionsform erneut durzuführen. Im Vorfeld soll dann für die aktive Beteiligung von Schulen des Stadtbezirkses geworben werden.


in Kupferdreh

200px-Kupfehrdreh2016StolpersteinA.JPG
Gedenken am Erinnerungsstein
für Benno Kier und Israel
Rosenberg in Kupfehrdreh
In Kupferdreh war die IG Bauen Agrar Umwelt Initator der Reinigungsaktion. Am Gedenkstein von Benno Kier, KPD, haben sich auch Kollegen der Kupferdreher Bürgerschaft (Geschichtsverein) und spontan auch Passanten angeschlossen.


Aids-Hilfe - Blumen und Kerzen gegen das Vergessen!

150px-StolpersteinLouisSchild2016.jpg
Gedenkstein für
Louis Schild,
Steinstr. 1
(Südviertel)
200px-StadtkkerStolperstein2016AdelineWalterKamp.jpg
Gedenksteine für
Adeline und Walter
Kamp, Varnhorststr.
25 (Stadtmitte)

Die Mitarbeiter*innen der AIDS-Hilfe Essen e.V. gedenken am 09. November 2016 Frau Adeline Kamp, geb. Lichtenstadt, Herrn Walter Kamp und Herrn Louis Schild an den betreffenden Stolpersteinen in Essen.

StolpersteinLouisSchild_px.png
Louis Schild, (* 28.2.1880)
war homosexuell und Jude.

Frau Adeline Kamp war Jüdin und ist im Alter von 29 Jahren am 22.04.1942 nach Izbica einem deutschen Konzentrationslager in Polen deportiert und dort ermordet worden.

Herr Walter Kamp war Jude und wurde im Alter von 36 Jahren am 22.04.1942 ebenfalls nach Izbica einem deutschen Konzentrationslager in Polen deportiert und ist dort ebenfalls ermordet worden.

Herr Louis Schild, geb. 28.02.1880 war homosexuell und Jude. Er wurde am 18.11.1935 im KZ Esterwegen ermordet.

Die WAZ/NRZ berichtete zur Verlegung des Gedenksteines von Lois Schild am 24.2.2014:

Sieben neue Stolpersteine

(...)

„Louis Schild war als schwuler Jude doppelt betroffen von der nationalsozialistischen Aggression“, beschreibt Andreas Koerner, im Historischen Verein Essen fleißiger Datensammler für Stolpersteine. „Weil ihm keine Straftat nachzuweisen war, konnte kein offizielles Strafverfahren gegen ihn eingeleitet werden. Er wurde von der Gestapo am 28. August 1935 inhaftiert und am 21. Oktober in das Konzentrationslager Esterwegen überführt, wo er am 18. November 1935 verstarb.“ Pate dieses Stolpersteins ist der Verein Aidshilfe-Essen.
(...)


AWO - Stolperstein eines Euthanasie-Opfers

200px-SchuetzenbahnAWO.jpg
Gedenkstein von
Hermine Kaesbach,
Schützenbahn 1,
Stadtmitte.
Auch die Essener AWO hat sich an der Aktion beteiligt und dabei den Stolperstein eines Euthanasie-Opfers (Aktion T4*)) ausgewählt.

Das AWO Lore-Agnes-Haus arbeitet viel mit Menschen mit Einschränkungen, so dass die Mitarbeiter sich diesem Thema inhaltich besonders nah fühlen.


*) Aktion T4 ist die Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in Europa während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland,


Vogelheim

200px-StlpStVogelheimer50.JPG
Peter Balnus
Peter Balnus wohnte in der Vogelheimestr. 50. Wegen kritischer Äußerungen wurde er von einem Feldgericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und dann einer Strafkompanie zugeteilt. Er starb dort am 13. Februar 1945.

Die WAZ/NRZ berichtete zur Verlegung des Gedenksteines am 24.2.2014:

Sieben neue Stolpersteine

(...)
Die nächste Station ist die Vogelheimer Straße 50. Dort wohnte Peter Balnus. Als Soldat der Wehrmacht kam er 1943 wegen kritischer Äußerungen vor ein Feldgericht. Wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ wurde er am 26. Februar 1943 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde am 18. September 1943 ausgesetzt. Gleichzeitig wurde er einer Strafkompanie zugeteilt. Diese Strafkompanie bestand ausschließlich aus Soldaten, die aus ähnlichen Gründen straffällig geworden waren. Ohne Waffen wurden sie zwischen den feindlichen Linien zu Stellungsbauarbeiten eingesetzt. Peter Balnus starb dabei am 13. Februar 1945. Pate dieses Stolpersteins ist Norbert Köring aus Altenessen-Süd.

(...)


Holsterhausen

200px-LadenspelderstrasseGeputzt.jpg
  • Else Dahl geb. Blumenthal
  • Anna Rosenberg geb. Weyl
  • Lore Strauß geb. Dahl
  • Alfred Strauß,
  • Siegfried Strauß,
  • Regina Strauß geb. Rosenberg,
  • Marianne Ellenbogen geb. Strauß,
  • Richard Strauß
150px-LadenspelderstrassePutzen.jpg200px-LadenspelderstrasseVorher.jpg
In der Ladenspelderstrasse

In der Ladenspelderstrasse in Holsterhausen wurden auch Stolpersteine gereinigt.

Anwohner stießen auf einen Fehler in der Datenbank der Stolpersteine Essen: Die Gedenksteine liegen vor der Hausnummer 39 (die angegebene Nummer 47 existiert nicht).


Einige zeitgeschichtliche Dokumente über Marianne Ellenbogen (geborene Strauß) sind in der Dauerausstellung im "Haus der Essener Geschichte" dargestellt und auch hier   auf www.essen-stellt-sich-quer.de dokumentiert.


Wir sind umgezogen: von der Friedrich-Ebert-Str. zur Steubenstr.49, 45138 Essen
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