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9. Nov. 2017: Stolpersteine gegen das Vergessen

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Es ist inzwischen zu einer Tradition geworden: an jedem 9. November werden in Essen die Stolperstein (*) gereinigt. So wird ein Zeichen gesetzt um an die Brandnacht, an die Pogrome und an die Opfer des Holocaust zu erinnern. Einige dieser Tätigkeiten wurde in der Zeitung angekündigt. Andere wurden mit Hilfe von Vereine und sogar durch Mundpropaganda organisiert.

Siehe hier auch die Dokumentation für die Aktionen aus dem Vorjahr 2016.


(*)Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig . Es handelt sich dabei um kleine Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine sind kubische ebenerdig verlegte Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern. Auf der Oberseite befindet sich eine individuell beschriftete Messingplatte. Die Steine werden in der Regel vor den letzten Wohnhäusern der NS-Opfer im Pflaster des öffentlichen Gehweges eingelassen.


Inhaltsverzeichnis

Aufruf: Stolpersteine gegen das Vergessen

100px-Aufruf_zur_Stolperstein-Aktion_am_9.11_2017.jpg
Aufruf
PDFicon.gif (315.2 KB)

Reichspogromnacht 9. November 1938

Stolpersteine gegen das Vergessen


Vor 79 Jahren, am 9. November 1938, wurden in ganz Deutschland Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte demoliert und geplündert, Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger zertrümmert, Menschen zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslagern gebracht, jüdische Menschen ermordet. Es war ein weiterer wesentlicher Schritt zur so genannten „Endlösung der Judenfrage“ und endete in den Gaskammern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern, in einem unvorstellbaren industriell organisierten Mord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden und 500 000 Sinti und Roma.

Die Stolpersteine erinnern an vielen Orten Deutschlands und Europa an das Schicksal der von den Nazis diskriminierten, verfolgten und ermordeten Menschen und geben ihnen wieder einen Namen. Auch in Essen sind an vielen Orten Stolpersteine verlegt worden, in denen die Namen der Diskriminierten, Deportierten und Ermordeten eingraviert sind. Stolpersteine wurden auch für Essener Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer verlegt. Sie waren die ersten Opfer des faschistischen Regimes, nachdem sie schon vor 1933 vor der faschistischen Gefahr gewarnt und illegal gegen sie gekämpft hatten.

300px-C_Flyer_Stolpersteine_2016Bild3.jpg Wir wenden uns an Essener Bürgerinnen und Bürger, an Schülerinnen und Schüler, im Gedenken an die Pogromnacht am Donnerstag, dem 9. November 201 7, die in der Nähe Ihrer Wohnung, Ihrer Schule oder Ihrer Arbeitsstätte verlegten Stolpersteine zu putzen, sie mit Blumen und Kerzen zu schmücken. Auch an den Mahn- und Gedenktafeln an Orten des Verbrechens und der Opfer des Faschismus in Essen können Sie Blumen niederlegen, Kerzen anzünden. Als Zeichen der Erinnerung an die Brandnacht, an die Pogrome, an die Opfer des Holokaust und des Widerstands.

Setzen wir am 9. November 2017 ein Zeichen gegen jene Kräfte, die die Erinnerung an das barbarischste Menschheitsverbrechen des letzten Jahrhunderts auslöschen wollen, die heute erneut mit rassistischer, antisemitischer und ausländerfeindliche Hetze antreten.

Die Liste der Stolpersteine nach Stadtteilen sortiert finden Sie unter „Historischer Verein für Stadt und Stift Essen e.V.“ https://media.essen.de/media/histiorisches_portal/historischesportal_dokumente/stolpersteine/Stolpersteine_nach_Steinnummer.pdf


Es rufen auf:
Essen stellt sich quer;
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Essen;
Antirassismus-Telefon;
SJD-Die Falken Essen;
SPD Essen;
Essener Friedensforum;
Sago-Künstlerduo;
MLPD Essen;
Pro Asyl/Flüchtlingsrat Essen;
Die Linke Essen;
GEW Essen;
Chor gegen Rechts;
DKP Essen;
Bürgerinitiative „Stolpersteine Essen-Süd“;
Alte Synagoge Essen – Haus Jüdischer Kultur;
Juso Essen;
Pax Christi Diözesanverband Essen;










Empfehlungen
Putzen mit Essigwasser und einem schon benutzten Schwamm oder mit handelsüblichem Putzmittel für Metalle und einem weichen Tuch, auf keinen Fall Drahtbürste verwenden .

Teilen Sie mit, welche Stolpersteine Sie übernehmen wollen an: Antirassismus-Telefon: 0201 / 23 20 60 E-Mail: artessen@gmx.de


Begrüssen würden wir es, wenn Sie mit Fotos und einige Zeilen Ihre Aktion dokumentieren und an die E-Mail-Adresse artessen@gmx.de senden würden.




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Aktionen in Steele

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Steine für Sally, Emily
und Hilde Bukofzer
in der Hansastr. 15
Sie wurden nach Izbica
deportiert und wahrscheinlich
da ermordert.
20 Bürger aus dem Stadtteil Steele haben am 9. November 49 Stolpersteine in Essen-Königssteele besucht und gereinigt.

(Links sehen Sie die Steine für Bruno Isaack, Margarethe, Ruth und Sigfried Isaack in der Kaiser-Wilhelm-Str. 4. Alle wurden nach Izbica deportiert.)

Mit Interesse haben vorbeigehende Bürger Hinweise aufgenommen, die das Schicksal der Opfer des Nazionalsozialismus beschrieben. Viele wurden verfolgt, verschleppt und in Konzentrationslagern ermordet.


Anti-Rassismus-Telefon in Südostviertel und in Werden

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Vor der Steelerstr. 121:
Sigfried Cussel

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In der Spichernstraße 13:
Mitglieder des Anti-Rassimus-Telefons haben im Südostviertel an der Spichernstr. 13 und an der Steelerstr. 121 mehrere Stolpersteine von Opfern des Nazi-Rassismus gereinigt.

In der Spichernstraße erinnern die Steine an Abraham, Karoline, Irmgard, Manfred und Hannelore Isaak. Es waren Juden und Judinnen, die im Izbica und Theresienstadt ermordert wurden.

An der Steelerstr. 121 wohnte Siegfried Cussel. Er wurde nach Lodz/Litzmannstadt deportiert und am 12.5.1942 in Chelmno/Kulmhof ermordet..

Anwesende Anwohner, besonders in der Spichernstr. zeigten ansgesichts der Nazi-Taten Interesse und schlossen sich der Empörung und dem Gedenken an.

In Werden wurden in der Wigstr. Stolpersteine von Albert und Helene Levi, in Auschwitz-Birkenau ermordert, gereinigt.


AWO - Stolperstein für ein Euthanasie-Opfer in der Stadtmitte

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Gedenkstein von Hermine Kaesbach,
Schützenbahn 1, Stadtmitte.
Das Beratungszentrum der AWO, Lore-Agnes-Haus, hat in Erinnerung an alle Opfer des Faschismus den Stolperstein eines Euthanasie-Opfers (Aktion T4*)) ausgewählt.

*) Aktion T4 ist die Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen in Europa während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland.


Reinigung und Gedenken in Altenessen

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Vor dem Haus Altenessener Str. 434
Zum Gedenken an die Pogromnacht vom 9.11.1938: Wie angekündigt, haben verschiedene Organisationen und Bürger die zur Erinnerung an die in Altenessen von den Nazis ermordeten Menschen verlegten Stolpersteine gereinigt und mit einem Moment des Erinnerns ihrer gedacht.
WAZ20171108-ReinigungStolpersteine.png

WAZ/NRZ / Aus den Stadtteilen,Mittwoch, 08.11.2017

Reinigung der Stolpersteine in Altenessen

Zum Gedenken an die Pogromnachtopfer


Altenessen. Anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht am 9.November 1938 werden das Essener Friedensforum, die Zeche Carl, das Jugendhaus der ev. Gemeinde Altenessen-Karnap und das Erzählcafe Altenessen gemeinsam der Opfer der Pogromnacht gedenken. Dazu reinigen sie die Stolpersteine vor den Häusern Altenessener Straße 412 und 434 in Altenessen-Nord, machen die Steine mit einem erklärenden Papier kenntlich und stellen eine Kerze auf. Treffpunkt ist am Donnerstag um 17 Uhr in den Räumlichkeiten des ev. Jugendhauses in der Mallinckrodtstraße 1. Dort wird der Stadtteilhistoriker Werner Bussick den Teilnehmern Informationen zu den deportierten jüdischen Menschen aus Altenessen geben. Anschließend geht er gemeinsam mit den Jugendlichen zu den Stolpersteinen.


Reinigung und Ehrung in Rüttenscheid

150px-RuettenscheidIMG_20171109_172656148-300.jpg
Familie Elsberg
und Familie Romberg
von-Seeckt-Strasse 32

200px-RuettenscheidIMG_20171109_173409552-400.jpg
Familie Bachrach
und Familie Cohen
von-Seeckt-Strasse 47

200px-RuettenscheidIMG_20171109_173949647-400.jpg
Otto und Irene Plaut
von-Seeckt-Strasse 61

200px-DSC03820Korr-400.jpg
Bernd, Rolf, julie
und Ruth Risse
von-Einem-Strasse 7

Mit Stolpersteinen wurden auch ganzer Familien jüdischer Abstammung gedacht, die in Rüttenscheid wohnten. Besonders in der von-Einem-Strasse und in der von-Seeckt-Str. haben mehere Reinigungen und Ehrungen der Stolpersteine stattgefunden. Menschen sind wegen ihrer jüdischen Abstammung gedemütigt, deportiert und ermordert wurden, viel zu wenige haben sich nur durch Flucht retten können.


SPD in Holsterhausen

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An die Aktion der SPD Holterhausen haben 10 Leute teilgenommen. Sie galt der judischen Familie Kadden, die in der Gemarkenstr. 41 gewohnt hatte. Meta und Moritz Kadden wurden nach Minsk deportiert, die Söhne Kurt, Gerd und Rainer haben durch Flucht überlebt.

Die Aktion wurde in der Presse angekündigt:

WAZ201721107-SPDholsterhsnStolper.png

WAZ/NRZ / Aus den Stadtteilen,Dienstag, 07.11.2017

SPD-Politiker aus Holsterhausen reinigen Stolpersteine

Aktion am 9. November an der Gemarkenstraße


Holsterhausen. Die SPD Holsterhausen nimmt an der europaweiten Aktion zur Erinnerung an die durch das Naziregime ermordeten, verfolgten und deportierten Menschen teil. Auf der Gemarkenstraße vor dem Haus Nummer 41 werden Mitglieder des SPD-Ortsvereins am Donnerstag, 9. November, die Stolpersteine, die an das Schicksal der jüdischen Familie Kadden erinnern, reinigen und ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus setzen.

Moritz (Jg. 1881) und Meta (1890) Kadden wohnten mit ihren Söhnen Kurt (1915), Gerd (1921) und Rainer (1921) im Gemarhaus in der Gemarkenstraße Hausnummer 41. Vater Moritz kam mit seinen Söhnen Gerd und Rainer in sogenannte Schutzhaft, alle drei wurden in dem Konzentrationslager Dachau gefangen gehalten. Sohn Kurt gelang 1937 die Flucht nach Palästina. Angehörigen gelang es, den Söhnen Gerd und Rainer mit dem Kindertransport (auch Refugee Children Movement) die Ausreise mit gut 10 000 anderen Kindern, die als „jüdisch“ im Sinne der Nürnberger Gesetze galten, aus dem Deutschen Reich am 1. September ‘39 nach Großbritannien zu ermöglichen und so dem Holocaust zu entgehen. Moritz und Meta Kadden wurden 1941 nach Minsk deportiert und von der SS ermordet.

Ebenfalls in Holsterhausen werden die Falken in der Hufeland- und der Ladenspelderstraße durch Reinigen der Stolpersteine an das Schicksal der Familien Andorn, Frank, Strauß, Rosenberg, Dahl und Ellenbogen erinnern.

Die Reinigungsaktionen beginnen am 9. November um 18.30 Uhr.


in Haarzopf

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In der Ruhmbach-Siedlung in Essen-Haarzopf liegt in der Straße "Am Fängershof" der Stolperstein von Charlotte Zinke, der ebenfalls gereinigt wurde.


und in Kupferdreh

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Erinnerungsstein in Kupfehrdreh:
Benno Kier, Kommunist
von der Gestapo
zu Tode geprügelt.
Israel Rosenberg, jüdisch,
im KZ ermordert.
Die örtliche Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt hatte 2007 die Verlegung dieses Stolperstein in Essen Kupferdreh initiiert

Seit Jahren schon besuchen Mitglieder der IG BAU zum 9. November den Ort, um auch hier den Gedenkstein zu reinigen und der Ermordung des Gleisarbeiters Benno Kier durch die Gestapo zu gedenken. Unterstützt wird die IG BAU dabei von der Kupferdreher Bürgerschaft.

Wir werden immer an sie denken….
9. November – Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Kein Tag wie jeder andere. Denn der 9. November bleibt für Antifaschisten und Gewerkschafter ein Tag an dem der Blick zurück in die Geschichte dieses Landes auch ein Blick nach vorn sein soll. Nie wieder soll es möglich werden, das sich Menschenverachtung und Greul in den Straßen unserer Städte ausbreiten kann.
Darum beteiligen wir uns Gewerkschafter an den Mahn- und Gedenkveranstaltungen die auch in diesem Jahr am 9. November in Mülheim, Essen und Oberhausen durchgeführt wurden.
Insbesondere die Stolperstein-Reinigungsaktionen waren für uns wichtig.
Mitglieder beteiligten sich aktiv und haben, wie in den letzten Jahren schon, den von der IG BAU – Essen verlegten Stolperstein für den ehemaligen Gleisbauer Benno Kier in Kupferdreh gereinigt (Bild). Benno Kier, Mitglied der KPD, wurde von der Gestapo in einem Keller des Bochumer Gestapohauses bei Verhören ermordet.
Er ist einer von vielen!
Am Abend des 9. November waren IG BAU – KollegInnen teil des Gedenkspaziergangs von der ehemaligen Synagoge in Essen über Stationen mit Stolpersteinen und Außenlagern von Konzentrationslagern. Der Kollege P. Köster, Bezirksvorsitzender und stellvertretender DGB-Stadtverbandsvorsitzender, erinnerte am ehemaligen DGB-Haus, Schützenbahn in Essen, an den Widerstand von Gewerkschaftern gegen den Faschismus damals. Dieser Widerstand zeigt uns heute wachsam zu sein und zu bleiben. Gegen alle Versuche in diesem Land wieder eine Stimmung und Hass gegen Minderheiten und Schwächere zu entwickeln. Die Einheit aller Antifaschisten ist, so P. Köster, die einzige, aber auch die stärkste Kraft die Versuche reaktionärer und menschenverachtender Gruppen wieder Macht zu erlangen, abzuwehren.


Ein Album mit mehr Fotos auf finden Sie auf flickr.com


Wir sind umgezogen: von der Friedrich-Ebert-Str. zur Steubenstr.49, 45138 Essen
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