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-02.09.:(WAZ/NRZ)Moschee kommt
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-26.08.:(NRZ)Rechtslage-Gerüchte
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-08.08.:(SZ)UN kritisiert
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-22.02.:Zug d. Erinnung-DB
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Vom Apennin bis zur Adria: Auf den Spuren des Widerstands gegen die deutsche Besatzung: Zeit der Resistenza Studienseminar/Bildungsurlaub in Reggio Emilia vom 12.bis 17. Mai 2008.

Italien war für Deutsche nicht immer das Land des Dolce Vita, wo die Zitronen blühen, sondern auch Feindesland. Die deutsche Besatzung in Italien von 1943 bis 1945 ist hierzulande ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutsch-italienischer Geschichte. Dabei verlief die Gotenlinie, die letzte Befestigungsbastion der deutschen Truppen in Italien, vom tyrrhenischen Meer quer durch den Apennin bis zur Adria. In ihrem Einzugsbereich wuchs der italienische Widerstand, die Resistenza, bis zur Befreiung zu einer antifaschistischen Massenbewegung heran. PartisanInnen unterstützten die Alliierten Truppen im Kampf gegen die deutschen Besatzer, die angesichts der drohenden Niederlage das Land mit Terror überzogen. Für einen kurzen Zeitraum konnten die PartisanInnen sogar ein ganzes Gebiet im Gebirge befreien und dort als Modell eine Partisanen-Republik aufbauen.

Wir werden in diesem Seminar ZeitzeugInnen und Schauplätze dieser Geschichte kennen lernen: PartisanInnen und ihre Gebiete in den Bergen des Apennin und in den Sümpfen bei Ravenna, Überlebende des deutschen Massakers von Marzabotto sowie das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Ferrara. Darüber hinaus treffen wir HistorikerInnen, besuchen Museen und Gedenkstätten.

Geplantes Programm (bei täglich außer Mo. und Sa., 8 Unterrichtsstunden)

  • Montag, 12.5. 2008:

Bis 18 Uhr: Anreise nach Reggio-Emilia,

Kennenlernen, Programmvorstellung

  • Dienstag, 13.5.2008

Vormittags: Einführung in die Geschichte der Resistenza gegen die deutsche Besatzung unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse entlang der Gotenlinie durch einen Historiker des ISTORECO. Der Apennin: Schauplatz von Siegen und Niederlagen des Widerstands.

Nachmittags: Besuch des Denkmals für die Frauen der Resistenza in Castelnovo Monti; Gespräch mit einer Zeitzeugin über die Rolle der Frauen im Widerstand.

  • Mittwoch, 14.5.2008:

Vormittags: Das deutsche Massaker an der Zivilbevölkerung von Marzabotto, das mit 770 Toten die meisten Opfer in Westeuropa forderte. Besuch der zentralen Gedenkstätte. Diskussion über den Prozess, die Urteile und die Reaktionen in Deutschland.

Nachmittags: Geführter Rundgang zu den Gedenkstätten auf der Hochebene des Monte Sole; Treffen mit einem Überlebenden, der als Jugendlicher Augenzeuge des Massakers wurde.


  • Donnerstag, 15.5.2008:

Vormittags: Fahrt nach Ferrara, der Stadt mit einer langen jüdischen Geschichte und einem ehemals ausgeprägt jüdischen Leben (das z.B. in den Büchern von Giorgio Bassani geschildert wird). Geführter Rundgang durch das ehemalige Ghetto und Besuch der Synagoge. Nachmittags: Ein Zeitzeuge berichtet über das Schicksal der italienisch-jüdischen Bevölkerung unter dem Faschismus und der deutschen Besatzung. Anschl. Weiterfahrt nach Bagnacavallo bei Ravenna.

  • Freitag, 16.5.2008:

Vormittags: Einstimmung mit Auszügen aus dem Buch „Agnese va a morire“ (Agnes geht in den Tod), das die Geschichte einer bäuerlichen Partisanin in dieser Region beschreibt. Besichtigung des Hauses der (Film)Agnese, eines typischen Bauernhofes der Epoche, heute ein Museum. Besuch des Gotenlinien-Museums mit Vortrag über die Kämpfe der Resistenza in den Sumpfgebieten der Adriaküste und ihren Besonderheiten.

Nachmittags: Exkursionen zu Land und Wasser zu den Orten der Geschichte der Resistenza mit Zeitzeugengesprächen.

  • Samstag, 17.5.2008:

Vormittags: Im Raum der romagnolischen Adria wurde die Gotenlinie zuerst durchbrochen – der Anfang vom Ende der deutschen Besatzung in Italien. AkteurInnen auf Seiten der Alliierten waren dabei u.a. Partisanen unter dem charismatischen Kommandanten „Bulow“, königstreue italienische Einheiten und die berühmte Jewish Brigade. Die Gräber der Gefallenen dieser jüdischen Brigade besuchen wir auf dem britischen Soldatenfriedhof.

Nachmittags: Offene Fragen und Themen, Evaluation des Seminars, Abreise ca. 16.00 Uhr.

Leitung

Marianne Wienemann und Matthias Durchfeld


Die Veranstaltung richtet sich an
Historisch-politisch Interessierte, die sich mit der deutschen und italienischen Zeitgeschichte und ihrer Bedeutung für die Gegenwart beider Länder auseinander setzen möchten.

Arbeitnehmerweiterbildung
In NRW können drei Tage Bildungsurlaub in Anspruch genommen werden (die Antragsfrist endet am 28.3.2008); auf Anfrage stellen wir gern Anträge auf BU-Anerkennung in anderen Bundesländern.

Kosten und Leistungen
Der Kostenbeitrag von € 490 umfasst die Unterbringung in guten Vierbettzimmern in Jugendherbergen (die in stilvollen ehemaligen Klöstern untergebracht sind), HP, Transfers während des Seminars, Übersetzungen. DZ und EZ auf Anfrage gegen Aufpreis möglich. Die Anreise erfolgt individuell.

An- und Abreise
Reggio-Emilia erreicht man mit öffentlichen Verkehrsmitteln entweder mit der Bahn oder mit dem Flugzeug: die nächstgelegenen Flughäfen mit Anschluss per Bus und Bahn nach Reggio-Emilia sind Bologna, Forlì, Verona und die Mailänder Flughäfen. Abreisemöglichkeiten bestehen mit dem Zug ab Ravenna (Teilnehmende können zum Bahnhof gebracht werden), mit dem Flugzeug von den Flughäfen Forli, Rimini, Venedig und Treviso.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich an bis zum 31.03.2008

Bildungswerk der Humanistischen Union NRW

Kronprinzenstr. 15, 45128 Essen,
Tel. 0201 227982, Fax 0201 235505, buero@hu-bildungswerk.de
in Kooperation mit ISTORECO, Istituto per la Storia della resistenza e la storia contemporanea, Reggio-Emilia


Wir sind umgezogen: von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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