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Stadtspiegel / Essen,Mittwoch, 11.11.2009
Gegen das Vergessen
Antifaschistische Demo in Borbeck.
Der 9. November wurde in diesem Jahr ausgiebig gefeiert: 20 Jahre Mauerfall. Aber bereits vor 71 Jahren wurde an diesem Tag in Deutschland Geschichte geschrieben – leider ein sehr dunkles Kapitel: Die Reichspogromnacht. Dieses Ereignis darf nicht vergessen oder verdrängt werden, zumal es in Deutschland immer noch eine wieder stärkere Szene gibt, die diese Ereignisse verharmlost. In Borbeck rief deshalb die Antifa Essen Z zu einer Kundgebung auf, erinnerte an das Geschehen und zeigte heutige Missstände auf. Die jugendlichen Veranstalter der linken Szene wurden dabei unterstützt: Insgesamt waren fast 100 Bürger dem Aufruf gefolgt und zeigten trotz Regen und Kälte Flagge.
Melanie Hohmann Unweit der antifaschistischen Demonstration fand auf dem Germaniaplatz zur gleichen Zeit eine genehmigte(!) Veranstaltung der NPD statt. Ausgestattet mit Fackeln demonstrierten 25 Mitglieder der rechten Szene ihre vermeintliche Macht. Glücklicherweise waren auf der Gegendemo viermal so viele Bürger. Aber hätte man diese symbolträchtige Veranstaltung der Rechten nicht verbieten müssen?Bildunterschrift: Auf dem Borbecker Platz versammelte sich die Essener Antifa zu einer Kundgebung gegen das Vergessen. Insgesamt kamen an die 100 Bürger und zeigten Flagge. Foto Winkler |
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