| Veranstaltungsankündigung "Donnerstagsgespräch" zum 06.11.2008
Sehr geehrter Herr Dr. Scheytt
In der Reihe "Donnerstaggespräch in der Alten Synagoge Essen" findet sich im Einladungsflugblatt für den 06.11.2008 u.a. folgender Text:
- Wie ist es zu erklären, dass Demonstrationen gegen den Antiislamisierungskongreß in Köln vorwiegend als Zivilcourage wahrgenommen werden? Tatsache ist, dass die Gewalt linksradikaler Gruppen zum Abbruch der rechtsstaatlich genehmigten Veranstaltung führte. Warum fällt dies nicht in die politische Gewichtung?
- Politische Kultur braucht aber ein Gleichgewicht der Vorstellungen und Ideen, damit auch (national-)konservative Positionen als wichtig für die gesellschaftliche Stabilität erkannt werden.
Im ersten zitierten Absatz wird der erfolgreiche Widerstand der Kölner Bevölkerung gegen den Antiislamisierungskongress mutwillig mit "Gewalt linksradikaler Gruppen" in Verbindung gebracht. Das breite Bündnis der Stadt Köln hat solche einseitigen politischen Diffamierungsversuche nicht verdient.
Im zweiten Absatz wird der Antiislamisierungskongress als gesellschaftlich wichtig und als Notwendigkeit für die "Politische Kultur" bezeichnet. Wir glauben, dass eine europaweite Versammlung von Vertretern faschistischer Bewegungen diese Eigenschaften nicht erfüllt und selbstverständlich bekämpft werden muss.
Wir halten es für unerträglich, wenn hier im Namen der Stadt Essen dem verhinderten Antiislamisierungskongress nachgeweint wird. Wir bitten Sie freundlichst uns mitzuteilen, wie Sie auf diesen Vorfall reagieren werden und welche Maßnahmen Sie ergreifen werden, dass solche Ungeheuerlichkeiten in Zukunft nicht mehr stattfinden.
mit freundlichen Grüßen
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