| Würden die Tageszeitungen die Werbeinhalte des Fernsehmagazins selbst mitbestimmen, hätte diese breite Verteilung sicherlich nicht stattgefunden. Also stellte sich für uns die Frage, ob sich die Zeitungsmacher wirklich bewusst sind, was für ein gefährlicher Unsinn unter ihrem Namen verbreitet wurde.
Wir schrieben bundesweit per e-mail die ca. 170 Zeitungen an,
welche die rtv wöchentlich beilegen. Im Anschreiben wiesen wir
auf diese rtv-Werbung hin und stellten wir die Frage, "ob es Grundsätze für Ihre Zeitung gibt, wonach sie Werbebeilagen ablehnen."
Etliche Antworten sind eingegangen. Wie zu erwarten war, hält
sich so manche Zeitung für nicht zuständig und verweist direkt
auf die rtv, bzw. leitete unseren Brief gleich dorthin weiter.
Einige Zeitungen allerdings haben gleichzeitig zugesagt, dass sie Einfluss
auf den Verlag der rtv ausüben wollen, damit solch eine Werbung in
Zukunft unterbleibt.
Etliche haben unsere Empörung auch voll geteilt und uns zugesichert,
in Zukunft verstärkt auf die Werbeinhalte zu schauen.
Der
rtv-Verlag selbst schiebt wiederum die Verantwortung auf die zuständige
Werbeagentur, entschuldigt sich aber immerhin für die
Äußerungen, die in der Anzeige gemacht werden, und setzt
hinzu: "Sie können sicher sein, dass wir dieses Anzeigemotiv auf keinem Fall mehr veröffentlichen werden".
In einigen Fällen leiteten die angeschriebenen Zeitungsredaktionen eine
Stellungnahme des Buchverlages (Kopp-Verlages) an uns weiter. Und darin lobt der Verlag seinen Autor und Buch
und nutzt die Gelegenheit in der gleichen sehr unangenehmen Weise weiterzuwerben.
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