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Hitlegruß?
WAZ / Essen,Freitag, 13.01.12
Richter glaubte nicht an "Hallo Halil"
Deutsch-Iraner wegen Hitlergrußes zu 3600 Euro Geldstrafe verurteilt. Er will nur seinen Bekannte begrüßt haben.
"Halil" sollte es jetzt richten, kam aber recht empört in den Gerichtssaal. Weil der 24 Jahre alte Geschäftsmann am vorherigen Prozesstag unentschuldigt fehlte, hatte Richter Zellhorn ihm 150 Euro Ordnungsgeld aufgebrummt. Zur Sicherheit ließ er den Zeugen jetzt auch polizeilich vorführen. Eineinhalb Stunden in der Zelle hatten den Zeugen nicht freundlich gestimmt: "Das ist zu viel, unverschämt finde ich das." In der Sache half der Zeuge dem Angeklagten nicht. Er bestätigte zwar, dass dieser ihn am Tattag mit erhobenem Arm gegrüßt hatte, wusste aber genau, dass niemand anderes im Geschäft war. Das stimmte nicht einmal mit den Angaben des Angeklagten überein, dessen Vorstrafen wegen Nötigung, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung auf ein impulsiv-bestimmendes Verhalten schließen lassen. Der Angeklagte selbst sah die Schuld eindeutig bei einer Falschaussage durch den Bielefelder: "Tut mir echt leid, dass ein Mensch einem anderen so etwas antun kann." Richter Zellhorn hatte aber keinen Zweifel. dass der Deutsch-Iraner verbotswidrig Symbole der Nazi-Diktatur genutzt hatte. Mit "Hallo Halil" hätte der Zeuge aus Bielefeld den Hitlergruß mit Sicherheit nicht verwechselt, betonte er in der Urteilsbegründung. Die Spekulation von Verteidiger Hans-Georg Bothe, vielleicht sei der Belastungszeuge ja ausländerfeindlich, wies Zellhorn eindeutig zurück. Stefan Wette |
Ein besonders krasser Fall
Volksverhetzung im Amtsgericht
Volksverhetzung ungesühnt
unser Prozessbericht
09.03.2010, WAZ: Anklage: Im Nachtexpress Türken übelst beleidigt
WAZ / Essen,Dienstag, 09.03.10
Anklage: Im Nachtexpress Türken übelst beleidigt
Der 37-jährige Türke erzählt am Montag im breiten Ruhrgebietsdeutsch, wie er in der Nacht zum 30. August an der Haltestelle Haus-Berge-Straße in Bochold auf den Nachtexpress 12 wartete. Fünf junge Männer standen in der Nähe. Als der Bus kam, drängte ihn der unbekannte Haupttäter zur Seite: "Der Deutsche hat Vorrang." Drinnen habe er Hitler-Parolen gerufen, gesungen und üble Sprüche losgelassen: "Die Ausländer sollen freiwillig gehen. Sonst schneiden wir ihnen die Köpfe ab."
Er sei zu ihnen gegangen: "Was habt ihr für Probleme?" Aber die hätten ihm nur Schläge angedroht. "Die reden über Sachen, von denen sie keine Ahnung haben", sagt der 37-Jährige. Nicht nur er selbst habe sich bedroht gefühlt: "Die Leute im Bus hatten alle Angst, die haben gezittert." Später kam die vom Busfahrer alarmierte Polizei, die aber nur die vier Mitläufer fasste. Angeklagt wurden sie als Mittäter der Volksverhetzung. Weil aber selbst der Türke sagte, die Angeklagten hätten mäßigend auf den Haupttäter eingewirkt, blieb nur der Freispruch. Nicht ohne Appell von Richter Nawrath: "Das war eine Riesensauerei. Es ist ihre moralische Verpflichtung, den Namen des Haupttäters den Behörden zu nenen." -ette |
Unser Kommentar
Hitlergruß vor Polizisten
27.09.2007, WAZ: Volksverhetzung kostet 600 Euro
WAZ / Essen,Donnerstag, 27.09.07
Volksverhetzung kostet 600 Euro
36-Jährige beleidigte in Kneipe grundlos Frauen und blieb mit ihrem Mann bei anschließender Schlägerei auf der Strecke.Verfahren eingestellt.
Die Anklage gegen die Frau beruht nicht etwa auf Angaben der Beleidigten, sondern auf Ermittlungen der Polizei. Die Beamten waren von Passanten wegen der Schlägerei vor der Kneipe alarmiert worden und hatten den Sachverhalt dann durch Befragung vor Ort aufgeklärt. Die Opfer der Volksverhetzung ließen sich bis heute nicht ermitteln. Vermutlich meldeten sie sich nicht, weil ihnen nicht ganz klar war, wie die Justiz ihre handgreifliche Reaktion rechtlich bewertete. Amtsanwalt Klaus Jaeger, der die Anklage vertrat, wollte sich einer durch den Verteidiger angeregten Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldbuße nicht verschließen. Richterin Lehndorff folgte den Empfehlungen und begründete ihren Schritt auch damit, dass die Angeklagte bislang nicht vorbestraft sei. Freuen, kann sich jetzt der Kinderschutzbund. An ihn geht die Geldbuße von 600 Euro. -ette- |
27.09.2007, NRZ:Grundlos beleidigt
NRZ / Essen,Donnerstag, 27.09.07
Grundlos beleidigt
GERICHT. Volksverhetzung: 36-Jährige zeigte sich reumütig. Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 600 Euro eingestellt.
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"Früher hätte man Sie vergast!"
"Zigeuner ... verbrennen"
27.09.2007 WAZ: Volksverhetzung kostet 600 Euro
WAZ / Essen,Donnerstag, 27.09.07
Volksverhetzung kostet 600 Euro
36-Jährige beleidigte in Kneipe grundlos Frauen und blieb mit ihrem Mann bei anschließender Schlägerei auf der Strecke.Verfahren eingestellt.
Die Anklage gegen die Frau beruht nicht etwa auf Angaben der Beleidigten, sondern auf Ermittlungen der Polizei. Die Beamten waren von Passanten wegen der Schlägerei vor der Kneipe alarmiert worden und hatten den Sachverhalt dann durch Befragung vor Ort aufgeklärt. Die Opfer der Volksverhetzung ließen sich bis heute nicht ermitteln. Vermutlich meldeten sie sich nicht, weil ihnen nicht ganz klar war, wie die Justiz ihre handgreifliche Reaktion rechtlich bewertete. Amtsanwalt Klaus Jaeger, der die Anklage vertrat, wollte sich einer durch den Verteidiger angeregten Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldbuße nicht verschließen. Richterin Lehndorff folgte den Empfehlungen und begründete ihren Schritt auch damit, dass die Angeklagte bislang nicht vorbestraft sei. Freuen, kann sich jetzt der Kinderschutzbund. An ihn geht die Geldbuße von 600 Euro. -ette- |
27.09.2007, NRZ:Grundlos beleidigt
NRZ / Essen,Donnerstag, 27.09.07
Grundlos beleidigt
GERICHT. Volksverhetzung: 36-Jährige zeigte sich reumütig. Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 600 Euro eingestellt.
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