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WAZ / Essen,Donnerstag, 27.09.07
Volksverhetzung kostet 600 Euro
36-Jährige beleidigte in Kneipe grundlos Frauen und blieb mit ihrem Mann bei anschließender Schlägerei auf der Strecke.Verfahren eingestellt.
Die Anklage gegen die Frau beruht nicht etwa auf Angaben der Beleidigten, sondern auf Ermittlungen der Polizei. Die Beamten waren von Passanten wegen der Schlägerei vor der Kneipe alarmiert worden und hatten den Sachverhalt dann durch Befragung vor Ort aufgeklärt. Die Opfer der Volksverhetzung ließen sich bis heute nicht ermitteln. Vermutlich meldeten sie sich nicht, weil ihnen nicht ganz klar war, wie die Justiz ihre handgreifliche Reaktion rechtlich bewertete. Amtsanwalt Klaus Jaeger, der die Anklage vertrat, wollte sich einer durch den Verteidiger angeregten Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldbuße nicht verschließen. Richterin Lehndorff folgte den Empfehlungen und begründete ihren Schritt auch damit, dass die Angeklagte bislang nicht vorbestraft sei. Freuen, kann sich jetzt der Kinderschutzbund. An ihn geht die Geldbuße von 600 Euro. -ette- |
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