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-22.10.:KuM Friedenspolitik
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-19.10.:Termine KuM
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-19.10.:Kalender KuM
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-18.10.:(WAZ) Ausstellung
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-18.10.:(NRZ) Hinschauen
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-17.10.:(WAZ) Ausstellung
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-24.03.:(BN)Protestbericht
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-23.03.:(WA)Protestbericht
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-22.03.:(WAZ)Brandanschlag
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-19.03.:(NRZ)Protestbericht
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-19.03.:(WAZ)Protestbericht
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-18.03.:Versammlung
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-16.03.:(NRZ)Protestaufruf
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-16.03.:(WAZ)Protestaufruf
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-15.03.:Unser Aufruf
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-16.03.:(WAZ)Brandanschlag
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-16.03.:(NRZ)Brandanschlag(2)
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-16.03.:(taz)Brandanschlag
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-16.03.:(NRZ)Brandanschlag(1)
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-24.02.:WAZ Strafurteil
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-24.02.:NRZ Volksverhetzer
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-24.02.:Pressemitteilung
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-17.02.:WAZ WAZ:Mieterstreit
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-17.02.:NRZ Spätaussiedler beschimpft
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Hinweis Teilartikel
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Antifaschistische Arbeit in Essen

Wolfgang Freye im Gespräch mit Olaf Swillus

Das Essener Antifa-Forum und Wolfgang Freye bekämpfen hier in Essen schon seit Jahrzehnten die Nazi-Szene.


  • Schon vor der Gründung des Anti-Rassismus-Telefons kannten wir uns vom Antifa-Forum. Seit wann gibt es diese Gruppe und warum hast du dich dort engagiert?

550px-10jGrafitti1.jpg Das Antifa-Forum hat sich 1985 gegründet und ist hervorgegangen aus Aktivitäten, die anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus gemacht wurden. Das verknüpfte sich damit, dass in Essen mehrere Überfälle von Nazis stattgefunden hatten, zum Beispiel einer in Altendorf auf die DKP-Geschäftsstelle. Das waren die Themen, mit denen sich das Antifa-Forum beschäftigt hat.


  • Also gibt es das Antifa-Forum bereits seit 20 Jahren. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert? Gibt es das Antifa-Forum heute noch?

Das Antifa-Forum gibt es noch, aber ganz anders als früher. Wir sind seit Mitte der 90er Jahre ein eingetragener Verein mit nicht vielen, aber ein paar Mitgliedern. Wir machen nicht sehr oft, aber schon Veranstaltungen zu Anlässen, wie zum Beispiel am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Da haben wir mehrmals Veranstaltungen gemacht.

550px-10jGraffitti3.jpg Ebenso zum 9. November, und wir waren natürlich aktiv bei solchen Sachen wie den NPD-Aufmärschen vor 2 oder 3 Jahren hier in Essen, der eine davon am 1. Mai vor 3 Jahren. Was sich geändert hat, ist, das Antifa-Forum ist gebildet bzw. gegründet worden als ein Bündnis verschiedener Organisationen und war damals ziemlich breit. Die Bündniszusammenkünfte waren ähnlich wie beim Friedensforum Zusammenkünfte verschiedenster Organisationen. Und das hat sich geändert beim Friedensforum dahingehend, dass dies heute ein Zusammenkommen von Friedensfreunden ist, wo es egal ist, ob man in einer Organisation oder einer Partei ist. Viele sind es nicht, und das hat sich beim Antifa-Forum auch in den 90er Jahren in diese Richtung geändert. Daraus hatten wir die Konsequenz gezogen, aus dem Antifa-Forum einen Verein zu machen, was mit bestimmten Vorteilen zu tun hat, zum Beispiel der Gemeinnützigkeit.

Politisch hat sich sehr viel getan in diesen 20 Jahren. Wir haben uns am 8. Mai 1985 gebildet. Es gab dann verschiedene Aktionen, unter anderem eine Demonstration am 8. Mai zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Gegen Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre formierte sich die rechte Szene immer mehr. Es gab die brutalen Überfälle in Hoyerswerda und Rostock, es gab den Brandanschlag in Solingen, wo 5 Migrantinnen umgebracht wurden, das heißt in den Flammen starben. Und das waren für uns in Essen auch immer Anlässe, Demonstrationen mit zu organisieren. Im Zusammenhang mit der Verschärfung des Asylrechtes haben sich viele Neonazis ermutigt gefühlt, gewalttätig zu werden und auf der Straße zum Teil Leute zu verprügeln, die anders aussahen und so was.


Neonazis fühlten
sich ermutigt,
gewalttätig zu werden.

Heute hat es sich insofern geändert, dass solche Überfälle nach wie vor auf der Tagesordnung stehen und es auch faschistische Gewalt gibt. Aber das wird nicht mehr als etwas Ungewöhnliches angesehen, es ist richtig integriert. Ich habe den Eindruck, es regt sich keiner mehr so richtig darüber auf.


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  • Was verstehst du unter „antirassistisch“?

Antirassistisch ist die Gegenwehr gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe, wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer Staatsangehörigkeit oder aus ethnischen Gründen, vielleicht auch wegen ihrer Religionszugehörigkeit.


  • Es gibt also noch viel zu tun. Wie kann man beim Antifa-Forum mitmachen?

Nein, das Antifa-Forum trifft sich in den letzten Jahren nicht regelmäßig, sondern immer nur zu bestimmten Anlässen. Besser wäre vielleicht regelmäßig, aber es gibt ja das Anti-Rassismus-Telefon, welches sich regelmäßig trifft. ProAsyl und der Flüchtlingsrat NRW leisten eine gute regelmäßige Arbeit, wo Leute sich treffen. In Essen ist ansonsten im Bereich Antifaschismus, Antirassismus alles etwas zersplittert. Die VVN ist nicht so aktiv in Richtung Bündnispolitik nach außen. Anti-Rassismus-Telefon und ProAsyl sind wieder Bereiche für sich. Es gibt antifaschistische Jugendgruppen, zum Beispiel die autonome Antifa hat es hier in Essen sehr aktiv gegeben. Das ist stärker abgeebbt und ein großes Problem ist, dass alles nebeneinander her läuft. Wir haben Veranstaltungen, die wir organisiert haben, mit Einrichtungen wie der Zeche Carl gemacht oder mit der Volkshochschule, aber haben keine regelmäßigen Treffen zur Zeit. Wir sind durchaus offen, das auch wieder zu machen. Wer will, kann sich zum Beispiel direkt an mich wenden.


Vielen Dank für das Gespräch!

Fotos: Schmierereien am U-Bahnhof Mülheim-Eichbaum (U18)

Wir sind umgezogen: von der Maxstr. 11 zur Friedrich-Ebert-Str. 30, 45127 Essen
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