Seite 2/6
Gegen das Vergessen!
Zwischen 1940 und 1944
deportierten die NS-Behörden
mehrere hunderttausend
Kinder. Die genaue Zahl ist
unbekannt. Schätzungen
sprechen von über einer Million
Kinder, In Essen wurden nachweislich 135 Kinder
und Jugendliche deportiert.
Bei ihrer Fahrt mit den Zügen der Reichsbahn hofften
die Kinder in überfüllten Waggons auf Hilfe. Aber
auf den Abstellgleisen und Bahnhöfen unserer Städte
schritt niemand ein.
Diese Zugfahrt endete für die meisten Kinder mit
dem Tod in den Vernichtungslagern im Osten. Bei
zahlreichen Kindern konnte der Verbleib bis heute
nicht geklärt werden.
Fast keiner der Täter wurde je zur Rechenschaft
gezogen. In den Ministerien, Polizeidienststellen,
Bahndirektionen und Stellwerken arbeiteten sie ungestraft
weiter.
Nach mehr als sechzig Jahren möchten wir an die
Kinder erinnern, die Opfer dieser grausamen Fahrt
in den Tod wurden. Mit ihren Bildern, Briefen und
weiteren Zeugnissen entreißen wir die verschollenen
Kinder dem Vergessen. Auch die Spurensuche nach
den Kindern aus unserer Stadt ist ein wesentlicher
Teil dieser Aktion, die wir mit Berichten von Zeitzeugen
und kulturellem Rahmenprogramm abrunden.
Besuchen Sie mit Jugendgruppen, Schulklassen,
Freunden, Bekannten oder als Einzelperson den
„Zug der Erinnerung“ in Essen und setzen Sie damit
ein Zeichen, so dass sich dieses Kapitel der deutschen
Geschichte nicht wiederholt!
|