Kontinuitäten

DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine e.V.), VVN-BdA Essen: Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Essener Friedensforum, ESSEN STELLT SICH QUER, ANTI-RASSISMUS-TELEFON Essen

Vortrag: Kontinuitäten.

Die politische Agenda der
deutschen Konzerne nach 1945

Zusammenhänge zwischen dem NS-Regime
und der deutschen Industrie

Flyer

Wir laden ein zu einem Vortrag von Ulrich Sander über die Zusammenhänge zwischen NS-Regime und der deutschen Industrie. Der Vortrag wird am 90. Jahrestag der Machtübergabe an Adolf Hitler stattfinden. Wir haben dieses Datum gewählt, um zu erinnern und zu mahnen zugleich.

Damit Vergangenheit nicht Zukunft wird.

Referent: Ulrich Sander

Wo: Heilermannstraße 5, 45389 Essen
In den Räumen der DIDF

Mit der Straßenbahn: 109 bis Haltestelle Wasserturm /
über die Brücke der A40 sofort rechts
Mit dem Auto: A40 Abfahrt Wasserturm oder von der
Innenstadt kommend direkt die Heilermannstr. 5

 

Die Machtübertragung jährt sich zum 90. Mal. Wie konnte es dazu kommen?
Dazu müssen wir die Rolle betrachten, die die ökonomisch Bestimmenden in den Schicksalsjahren 1932/1933 spielten. In wenigen Tagen jährt sich die Machtübertragung an Hitler zum 90. Mal. Wir müssen uns fragen: Wie verhindern wir, dass es wieder zu Derartigem kommt?

Erich Kästner hat vor 65 Jahren gewarnt: „Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät.
Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.
Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist.
Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf.“ …..

Der 8. Mai 1945 gilt allen vernünftigen Menschen als Tag der Befreiung vom Faschismus. Es war aber durchaus kein Tag der Trauer für die großen Industriellen, die bis dahin vom kriegerischen Faschismus profitiert hatten. Es begannen Kontinuitäten, wie man sie sich vorher nicht vorstellen konnte.
Obwohl für kurze Zeit inhaftiert, brachte ein hoher IG Farben-Mann (später gesplittet in Bayer, BASF, Hoechst) befriedigt zum Ausdruck, die Prozesse gegen Kriegsverbrecher hätten einen Bogen um die Verurteilung der deutschen Industrie und Banken gemacht. Die wenigen Unternehmer, die angeklagt waren, kamen bald wieder frei. Die Flick, Krupp und Thyssen bekamen ihre Fabriken zurück. Quandts Vermögen wurde nicht angetastet.
Für Rheinmetall ging es ab 1956 mit der Gründung der Bundeswehr wieder los! Aus der Verstaatlichung befreit, konnten die Aktionäre wieder auf dicke Profite aus ihrem Blutgeschäft hoffen. Heute hat der Konzern einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro.

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Date And Time

30.01.2023 @ 18:30
 

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