Von Polizeischikanen und Stigmatisierung

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Von Polizeischikanen und Stigmatisierung –Die verheerenden Folgen des rassistischen Konstrukts der sogenannten „Clankriminalität“

3-TEILIGE VERANSTALTUNGSREIHE

Einführungsveranstaltung:
Worum geht es beim Thema der sog. „Clankriminalität“
und was ist daran problematisch?

Wie sieht die polizeiliche Praxis aus?

Wie gestaltet sich der mediale und politische Diskurs?

Welche Kritik gibt es an diesem polizeilich, medial und politisch geprägten Konstrukt?

Referent*innen Mohammed Chahrour  (Kein Generalverdacht),
Levi Sauer (Juristin)
Moderation Michèle Winkler (Grundrechtekomitee)

Ort Regenbogenfabrik in Berlin

Seit Mitte 2020 wird durch die weltweiten Black Lives
Matter Proteste auch in Deutschland vermehrt über
Polizeigewalt und institutionell rassistische Polizei-
praktiken gesprochen. Insbesondere Racial Profiling
und rassistische Polizeigewalt stehen – zurecht! – im
Zentrum der Debatten. Ein weiteres Phänomen von
institutionellem Rassismus kommt in den Debatten
bisher allerdings zu kurz, obwohl auch dieses für die Be-
troffenen massive Konsequenzen hat: das Konzept der
sogenannten „Clankriminalität“.

In den Boulevardmedien sind Berichte über sogenannte
„Clankrimininalität“ fast zu einem eigenen Genre ge-
worden und kurbeln die Verkaufszahlen an. Innenpoli-
tiker, insbesondere von CDU und SPD überbieten sich
diesbezüglich in Starker-Staat-Rhetorik und machen
mit dem Thema Wahlkampf. Die Polizeibehörden ziehen
mit: Mittlerweile bringen mehrere Länderpolizeien und
das BKA jährliche sogenannte „Lagebilder Clankrimi-
nalität“ heraus. Dass damit die Ethnisierung von Krimi-
nalität betrieben wird und dies stigmatisierenden, ras-
sistischen Vorurteilen Vorschub leistet, steht bisher
allerdings kaum in der Kritik. Insbesondere diejenigen,
die von den staatlichen Maßnahmen betroffen sind,
bleiben in den Debatten ungefragt und ungehört.
Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir diesen stig-
matisierenden Diskurs kritisch beleuchten. Wir wollen
die Darstellungen in Politik, Medien und Gesellschaft
analysieren und aufzeigen, wie hier für ganze Bevöl-
kerungsgruppen der allgemeine Gleichbehandlungs-
grundsatz ebenso missachtet wird, wie grundlegende
rechtsstaatliche Prinzipien. Dabei ist es uns besonders
wichtig, auch Betroffene und damit die eigentlichen
Expert*innen zu Wort kommen zu lassen. Wir laden
dazu ein, mit uns zuzuhören, zu hinterfragen und in
Austausch zu treten.

Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der
Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP),
des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V.
und der Initiative „Kein Generalverdacht“.

 

Aktualisierungen werden auf unseren Webseiten
und Social Media Profilen veröffentlicht:
www.kop-berlin.de | www.grundrechtekomitee.de

Wir werden einen Livestream anbieten.

Um dich für diese Veranstaltung zu registrieren, besuche den folgenden Link:

 

Date And Time

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04.08.2021 @ 19:00 bis
@
 

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