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Im Jahr 2017 – mehr als 12 Jahren nach dem Tod von Oury Jalloh

Mehrere Gutachten haben inzwischen die hohe Wahrscheinlichkeit von dem bestätigt, was Freunde und Aktivisten und die Familie des Opfers schon lange vertreten haben: „Oury Jalloh, das war Mord“; ohne Einsatz eines Brandbeschleunigers wäre das Feuer nicht zu erklären.

Jetzt beschäftigt sich die Öffentlichkeit wieder mit dem Fall. Die Zweifel an die offizielle Version – Selbstverbrennung - sind in der Presse und in anderen Medien angekommen.

  • Nachdem das WDR-Fernsehmagazin „Monitor“ am 16.11.über die Entwicklung berichtet hat, titelt z.B. die Welt ( 16.11.2017) „Spektakuläre Wende im Fall Jalloh"
  • Auch in Ruhrgebiet schreibt z.B. die WAZ vom 17.11.2017: „Asylbewerber Oury Jalloh wurde vermutlich getötet“ und die NRZ auf der ersten Seite: „Asylbewerber Jalloh wurde offenbar getötet“ und auf S. 5: ( Magazin) „Vorwürfe gegen Dessauer Polizei - „Sachverständige glauben nicht an Selbsttötung des Asylbewerbers Jalloh“

Es scheint, dass auch die Staatsanwaltschaft von Dessau angefangen hat, die Selbstentzündung zu bezweifeln.

Am 17.11.2017 berichtet die TAZ:

„Wurde Oury Jalloh doch angezündet?“
Im Fall des 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Oury Jalloh gibt es nach Informationen des WDR-Magazins "Monitor-" neue Entwicklungen. Der Oberstaatsanwalt Folker Bittmann aus Dessau gehe jetzt "von einem begründeten Mordverdacht aus“, berichtete "Monitor-" am Donnerstag. Bittmann, in dessen Zuständigkeitsbereich das Verfahren jahrelang fiel, halte es jetzt für wahrscheinlich, dass Jalloh bereits vor Ausbruch des Feuers "handlungsunfähig oder tot-" war und mit Brandbeschleuniger angezündet wurde. Bittmann benenne sogar konkrete Verdächtige aus den Reihen der Dessauer Polizeibeamten.“

Dennoch gibt es Widerstände gegen die Findung der wahren Todesursachen. Ende Mai 2017 wurden die Mordermittlungen im Fall Oury Jalloh der Staatsanwaltschaft Dessau entzogen – angeblich wegen Überlastung und Personalmangel der Behörde. Die Staatsanwaltschaft Halle hat dann die Akten Anfang Juni 2017 übernommen und zum 30.08.2017 die Ermittlungen eingestellt. Die Begründung der Staatsanwaltschaft Halle:

„Nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Erkenntnisse hat die Staatsanwaltschaft Halle die Ermittlungen zum Tod des Oury Jalloh eingestellt, weil das am 07.12.2012 von Amts wegen eingeleitete Verfahren keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung ergeben hat und eine weitere Aufklärung nicht zu erwarten ist.“

Die Freunde von Oury wollen nicht akzeptieren, dass das Verfahren endet, ohne dass es Verantwortliche gefunden wurden. Eine Petition gegen die Einstellung des Verfahrens wurde initiert. Die in kuzer Zeit von über 90 000 Personen (Stand: 21.11.2017) unterstützt wurde.

Für laufende Anwaltskosten, Mobilisierung und Repressionskosten kann man an die Unabhängige Untersuchungskommission im Fall Oury Jalloh spenden, mit Stichwort „Unabhängige Untersuchungskommission“
Kontoinhaber: Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE22100205000001233601


Inhaltsverzeichnis

08.12.2017: Neuigkeit zur Petition - Wir stellen Anzeige wegen Mordes!

 
08.12.2017: Neuigkeit zur Petition - Wir stellen Anzeige wegen Mordes!

Mouctar bah
Dessau, Deutschland

8. Dez. 2017 — Liebe Unterstützer/innen,

gestern hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh Anzeige beim Generalbundesanwalt wegen Mordes an meinem Freund Oury gestellt:

Aufgrund der eindeutigen Beweislage, dass das Feuer in der Todeszelle 5 von Dritter Hand gelegt worden sein muss (kein Feuerzeug / gutachterliche Stellungnahmen) sowie mit Blick auf zahlreiche weitere Indizien und konkrete Hinweise auf den bzw. die Täter bzw. Mittäter*innen, sehen es die Zeichner*innen als unabdingbar an, diese konkrete Strafanzeige gegen den damaligen Polizeibeamten S. wegen Mordes an Oury Jalloh am 7.1.2005 im Polizeirevier Dessau beim Generalbundesanwalt zu stellen.

Anzeige der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh am 7.12.2017: https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2017/12/pm-7-12-2017-anzeige-gba5.pdf

Die staatlichen Behörden versuchen eine Straftat zu vertuschen. Mein Freund Oury war nicht der Einzige, dessen Ermordung von Vertretern staatlicher Behörden vertuscht oder gar begangen wurde - eingebettet in ein System strukturellen Rassismus. Dringend brauchen wir daher eine unabhängige Untersuchungskommission.

Wenn jeder Unterzeichner nur 1 EUR für diese Untersuchungskommission spendet, hätten wir genügend Mittel zusammen, um den Aufbau und die Arbeit dieser Kommission zu finanzieren sowie die Vernetzung mit anderen gleichgesinnten Initiativen und Vereinen, um die zivilgesellschaftliche Kraft gegen Rassismus und staatliche Polizeigewalt zu forcieren.

Unterstützt meine und die Arbeit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh durch eine Verbreitung der Petition und eine Spende!

  • oder direkt mit Stichwort "Unabhängige Untersuchungskommission"

Kontoinhaber: Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33BER
IBAN: DE22100205000001233601

Wir sind als gemeinnützig anerkannt und stellen Spendenquittungen aus.

Oury Jalloh - das war Mord!

Danke
Mouctar

PS: Fast 100.000 Menschen fordern Gerechtigkeit für Oury Jalloh! Es fehlen weniger als 1.000 Unterschriften. Bitte leite diese Email an Deine Freunde weiter!

PETITION: Mein Freund OuryJalloh – Es war Mord! Ermittlungsverfahren nicht einstellen.

 
Petition von Mouctar Ouldadah Bah

Hier kann man die Petition gegen die Einstellung des Verfahrens unterschreiben


Text der Petition (Petition richtet sich an Staatswanwaltschaft Halle und an 2 mehr)

Mein Freund Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 in einer Polizeistelle in Dessau verbrannt. Er wurde ohne Gerichtsbeschluss festgehalten und mit Händen und Füßen an eine Matratze gefesselt. Fast 13 Jahre sind seit seinem grausamen Tod vergangen. Immer wieder wurde behauptet, Oury habe sich selbst angezündet.

Doch neue Gutachten beweisen nun: Oury Jalloh hat das Feuer in seiner Zelle nicht selbst gelegt! Die ARD-Sendung Monitor hat sich die Ermittlungsakten daraufhin genauer angeschaut. Ohne einen Brandbeschleuniger oder Einwirkung von Außen seien Ourys schwere Verbrennungen nicht zu erklären. Trotzdem will die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen!

Seit Jahren kämpfen ich und viele Freunde, seine Familie und zahlreiche Initiativen für eine Anerkennung der Tat als Folter und Mord. Die Täter müssen verurteilt werden. Es kann nicht sein, dass die beteiligten Polizisten ohne Strafe davon kommen!

Wir fordern die Staatsanwaltschaft Halle, Justizministerin Anne-Marie Keding (Sachsen-Anhalt) und den Bundesjustizminister Heiko Maas dazu auf, nun endlich für Gerechtigkeit zu sorgen!

Bitte helfen Sie mir Ihrer Unterschrift zu zeigen, dass wir keine Ruhe geben, bis der Mord an Oury Jalloh endlich aufgeklärt wird. Wir protestieren gegen die Einstellung des Verfahrens!

Oury war mein Freund. Ich kann diese Tat nicht vergessen.

Danke

Mouctar Ouldadah Bah

auch im Namen von:
Mamadou Saliou Diallo (Bruder von Oury)
und Boubacar Diallo (Vater von Oury)

Diese Petition wird versendet an:

Staatswanwaltschaft Halle
Bundesjustizminister Heiko Maas
Justizministerin Sachsen-Anhalt Anne-Marie Keding

16.11.2017 Ein kurzer Überblick über die aktuellen Ereignisse.

 

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Oury Jalloh – Das war MORD!

Ein kurzer Überblick über die aktuellen Ereignisse

Von der Initiative Oury Jalloh

Die zuständigen Staatsanwälte in Dessau eröffneten im Ergebnis der gutachterlichen Stellungnahmen zum Brandgutachten von Schmiedeberg (Sachsen) bereits am 14.04.2017 ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen konkret benannte Polizeibeamte. Dies geht aus den Ermittlungsakten hervor, die den Anwältinnen der Familie von Oury Jalloh erst letzte Woche zur Einsicht vorgelegt wurden.

Der Generalbundesanwalt – der seine Zuständigkeit im Ermittlungsverfahren bereits im Februar 2014 verweigert hatte – wurde über den neuen Ermittlungsstand entsprechend in Kenntnis gesetzt und konstatierte daraufhin, dass es aus höchststaatsanwaltlicher Sicht trotz allem „keine tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat zum Nachteil Oury Jalloh erkennbar“ seien.

Ende Mai entzieht Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad dann der Staatsanwaltschaft Dessau die Mordermittlungen im Fall Oury Jalloh – angeblich wegen Überlastung und Personalmangel der Behörde. Die Staatsanwaltschaft Halle übernimmt dann die Akten Anfang Juni 2017 und stellt die

Ermittlungen mit Aktenvermerk zum 30.08.2017 ein. Die Begründung der Staatsanwaltschaft Halle:

„Nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Erkenntnisse hat die Staatsanwaltschaft Halle die Ermittlungen zum Tod des Oury Jalloh eingestellt, weil das am 07.12.2012 von Amts wegen eingeleitete Verfahren keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung ergeben hat und eine weitere Aufklärung nicht zu erwarten ist.“

Man entzieht hier also einer Staatsanwaltschaft, die nach über 12 Jahren endlich gegen konkrete Tatverdächtige wegen Mordes ermittelt, den Ermittlungsauftrag und „überträgt“ die „weitere Bearbeitung des Todesermittlungsverfahrens Ouri Jallow“ der bisher unbeteiligten Staatsanwaltschaft, die den Fall dann nach nur 3 Monaten einstellt.

Im Rahmen der Befragung durch den Rechtsausschuss des Landtages Sachsen-Anhalt erläuterten Generalstaatsanwalt Konrad und die einstellende LOStÄ Geyer am 10. November 2017 den Ermittlungsgang und räumten ein, dass es zuerst der Generalbundesanwalt war, der weitere qualifizierte Ermittlungen im Fall ausgeschlossen hatte …

Schon seit dem ersten spendenfinanzierten Gutachten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh – der Zweitautopsie des Leichnams mit CT des Knochenskelettes – spätestens aber seit dem Auftrag zur Erstellung eines Brandgutachtens im Jahre 2013, hat unsere Initiative mehr „tatsächliche Anhaltspunkte“ für den Mord an Oury Jalloh offengelegt, als der „Rechtsstaat“ in über 12 Jahren.

Die Perspektive der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh besteht in der zivilgesellschaftlichen Kraft zur Aufklärung von staatlichen Verbrechen jenseits einer Staatsraison, die die Ermittlungen im Fall von Beginn an kompromittiert und juristisch eingegrenzt hat, um die brutale Wahrheit unter keinen Umständen eingestehen zu müssen: Oury Jalloh – das war Mord!

Die Wahrheit kommt nun Schritt für Schritt ans Licht der Öffentlichkeit!

Für die Arbeit unserer Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Todesumstände und der Vertuschung im Fall Oury Jalloh sind wir mehr denn je auf Eure solidarische und finanzielle Unterstützung angewiesen!

Touch ONE – Touch ALL!

Kein Vergeben – Kein Vergessen!

MORD ist MORD!


Steubenstr. 49, 45138 Essen
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